Weiherfelderweiterung OST. Das ist schon mehr als dreist!

Am 19.06.2017 wurde im Rat der Stadt Langenhagen gerungen und diskutiert. Am Ende stand die Weiherfelderweiterung OST gegen den Willen der Menschen fest. Das Weiherfeld OST soll erweitert werden, aber ERST in 10 Jahren. So war zumindest die Aussage. Vor 2027 keine weitere Ansiedlung und die komplette SPD und Teile der CDU nickten vor Selbstherrlichkeit zufrieden. 

Wir, als WAL, haben an diesem Abend vor vielen Dingen gewarnt. Vor fehlender Infrastruktur, dass die 150 Bauplätze erst der Anfang sind und der erste Schritt das Überschreiten der Altenhorster Strasse ist und danach dann der Rest des Baugebietes auch noch vollgebaut wird. Schließlich belehrte die SPD in Form des ehemaligen Ortsbürgermeisters von Kaltenweide an diesem Abend die Verweigerer der Weiherfelderweiterung immer wieder darüber, dass das Weiherfeld mal für 12.500 Menschen geplant wurde und erst 9000 erreicht sind. All die Gegenargumente wie Verkehr, Schule, Kinderarzt, noch offene zusätzlich belastende und noch in Erschließung befindliche Baugebiete, all dass wurde nicht gehört und gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger in Form der Erweiterung dann beschlossen.

Und jetzt? Nicht mal 2 Monate später muss man feststellen, dass die 10 Jahre wohl schon rum sind und die Grundschule Kaltenweide ausblutet. Dumm nur, dass die Kaltenweider von all diesen Sorgen in Wirklichkeit gar nichts merken. Die Grundschule Kaltenweide platzt nämlich schon seit Jahren aus allen Nähten und wird auch die nächsten Jahre, mindestens bis 2026 mit erheblichen Platzproblemen zu kämpfen haben und steuert auf eine 6 Zügigkeit zu, die gemäß Landesschulgesetz sogar verboten ist. Das alles kann man nachlesen, denn die Schülerentwicklungszahlen werden von der Stadt Langenhagen heraus gegeben und zur Entwicklung und den daraus resultierenden Maßnahmen wie Schulbauten, Schulplätze etc. heran gezogen. Erst 2031 könnte man eventuell mal darüber nachdenken, wenn die Schülerzahlen auf ca. 400 Schülerinnen und Schüler fallen.

Aber der Stadtbaurat der Stadt Langenhagen scheint dass irgendwie anders zu sehen und erzählt im Beisein der Region, die genau diese Baufelder so dringend forderte und will, dass wir in Kaltenweide an der Grundschule ausbluten. Wenn man keine Argumente mehr hat, dann muss man sich wohl welche suchen. Dumm nur, wenn diese dann soweit von der Realität abweichen und selbst dem letzten auffallen muss, dass die Kaltenweider kräftig an der Nase durch den Ring gezogen werden.

Dreist ist dabei nur, dass man nicht mal, wie von uns als WAL vermutet,  2 Jahre wartet um den Menschen dann zu erzählen, wie dringend man Baugebiete braucht und Langenhagen wachsen muss. Diese Aussage aber 2 Monate nach dem Beschluss schon zu präsentieren, zeigt wie weit man sich von den Menschen entfernt hat und was der Bürgerwille wirklich zählt.

Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der SPD oder der CDU und der Grünen? Lassen sich diese Parteien wirklich so vorführen? Oder steckt System dahinter und man glaubt, kurz vor der Bundestagswahl und der gleich folgenden Landtagswahl, so Wählerinnen und Wähler akquirieren zu können? Oder verzichtet man lieber auf die Stimmen aus Kaltenweide und hofft darauf die Stimmen von den zukünftigen Bauherren als Kompensation gewinnen zu können? Oder sind das alles nur Mutmaßungen und wir werden sehen wie genau diese Parteien jetzt die Verwaltung und damit auch den Stadtbaurat deutlich einnorden und den politischen Willen vorgeben. 

Liebe SPD, CDU und Grüne:

Man muss sich schon deutlich fragen: Welche Interessen vertretet Ihr eigentlich? Von wem wurdet Ihr gewählt? Oder versucht man hier schon mal Pfründe in der Zukunft zu sichern, wenn man dem Druck der Region so schnell nachgeben möchte?  Oder seid ihr jetzt genauso überrascht? Jetzt haben alle die Möglichkeit ihre Karten auf den Tisch zu legen. Wir werden auf jeden Fall genau das tun, was man von uns als Wählergemeinschaft erwartet und wofür wir  gewählt wurden. VERLÄSSLICHKEIT, EHRLICHKEIT und BÜRGERNÄHE.  Einige andere scheinen davon nämlich sehr weit entfernt zu sein.

Die Weiherfelderweiterung OST wird es mit uns so nicht geben.

 

 

 

 

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