Feuerwehrhaus Kaltenweide eine unendliche Geschichte

Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, weil man genau weiss, dass man wie ein Ochse am Nasenring durch die Manege geführt wird. Dieses Gefühl ergibt sich nun bei dem erneuten Aufflammen der unendlichen Geschichte unserer freiwilligen Feuerwehr in Kaltenweide. Was ist da eigentlich los?

Im Hinterkopf sollte man dabei immer die Frage behalten: “ arbeitet die Verwaltung (ACHTUNG: NICHT  PAUSCHALISIERT ALLE, sondern jemand aus diesem Zuständigkeitsbereich im Auftrag oder ohne Auftrag aus der Verwaltung)  eigentlich FÜR oder GEGEN die Politik in diesem Zusammenhang bzw. FÜR oder GEGEN die Langenhagener Bevölkerung bezüglich des Feuerwehrhauses?“.

Wenn man sich die Gesamtsituation dann mal vor Augen führt, so kann man durchaus daran zweifeln oder zumindest seine Zweifel hegen, dass die Verwaltung im Sinne der Politik aber auch der Einwohnerinnen und Einwohner handelt bzw. agiert.

Um es vorweg zu nehmen, es standen ursprünglich mal drei mögliche Standorte für die Feuerwehr und das neue Feuerwehrhaus in Kaltenweide zur Rede.

1. der ehemalige NP – Markt.  (deswegen wurde das Grundstück übrigens gekauft)                  2. beim Kreisel nahe der Biogas – Anlage (gehört der Stadt)                                                                  3. die Dreiecksfläche an der Grenze Krähenwinkel/Kaltenweide (muss gekauft werden)

Viel, sehr viel wurde dazu diskutiert und dann endlich wurde mit der Beschlußdrucksache 2017/445-1 am 12. März 2018 durch dem Rat dem Ganzen ein Ende gesetzt. Dort steht:

Der Rat beschließt,

Priorität 1) auf dem Grundstück Kananoher Strasse (ehemals NP-Markt) und einer Erweiterungsfläche ein Feuerwehrhaus Kaltenweide kurzfristig zu planen und zu bauen.  Es ist sicherzustellen, dass die verkehrliche Anbindung des Standortes sowohl über die Kananoher Strasse (Anfahrt) als auch auf die Wagenzeller Strasse (Abfahrt Einsatzfahrzeuge) ermöglich wird. Ebenfalls sind kurzfristig die erforderlichen Genehmigungen einzuholen.

Priorität 2) auf dem Grundstück nördlich des Weiherfeldkreisels alle erforderlichen Voruntersuchungen umzusetzen, damit das Bauleitplanverfahren (F-Plan und B-Plan) für das Grundstück, das auf dem Lageplan der Drucksache 2017/445 farblich dargestellt ist, zeitnah einzuleiten, mit dem Ziel, dieses Grundstück künftig als neuen Standort für die Feuerwehr Kaltenweide zu nutzen und zu bebauen.  

Das man sich hier eine weitere Option mit der Priorität 2) offen gehalten hat, ist natürlich nicht nur sinnvoll sondern auch als Ausweich- und Notlösung notwendig, da das zusätzlich benötigte Grundstück für die Priorität 1) nicht der Stadt gehört und man ja erstmal klären muss, ob der Eigentümer überhaupt bereit ist, dieses zu verkaufen und wir machen es kurz, der Eigentümer hat wohl mutmaßlich sein Interesse erklärt. 

Und so denkt ein jeder, dass es endlich los geht, alle sind glücklich und die notwendigen Planungen haben endlich begonnen, bis man dann in der Ortsratssitzung am Dienstag, den  26. Juni 2018 sitzt und staunend den Ausführungen aus dem Zuhörerraum folgt, dass die Verwaltung derzeit Gespräche über ein gemeinsames Feuerwehrhaus auf dem Dreiecksgrundstück Krähenwinkel/Kaltenweide mit den Verantwortlichen der freiwilligen Feuerwehr führt bzw. voran treibt und veranlasst hat.

Und spätestens jetzt fragt man sich das erste Mal, ob man gerade auf den Arm genommen wird.

Als ehrenamtlicher Kommunalpolitiker hat man in letzter Zeit allerdings auch gelernt, dass  die Presse immer schon sehr viel früher als manch ein Ratsmitglied bestens informiert ist (siehe z.B. Kartellverfahren EPL oder Insolvenzverfahren Eishalle) und so wagt man einen Blick in die Presse und siehe da, in der Tat, die Presse weiß mehr als der Rat (also die Politik) und diese berichtet darüber, dass der „Feuerwehrstandort wieder in Frage gestellt“ ist. Weiter schreibt Sie von Problemen mit der Region, die eine sogenannte Wasserrechtliche Genehmigung im Wasserhaushaltsgesetz verlangt.  

Das klingt jetzt alles ganz hochtrabend und wichtig aber was ist eigentlich das Problem? Der Mühlengraben und das Grundstück hinter dem NP-Markt ist als sogenanntes Überschwemmungsgebiet ausgewiesen. Allerdings nur eine Hälfte des Grundstücks, nämlich die zum Mühlengraben. Und auf der anderen Hälfte des Grundstücks, dem Teil zur Strasse, sollte jetzt das Feuerwehrhaus drauf.

Jetzt fragt man sich erstmal, was hat die Stadt da eigentlich in den Vorantrag an die Region reingeschrieben bzw. was hat sie nicht reingeschrieben und wurde da überhaupt erklärt, dass man die Überflutungsfläche überhaupt nicht bebauen will bzw. nicht verändern möchte? Hätte man das nämlich getan, dann fragt man sich ernsthaft, ob die Region eine solche Antwort geschrieben hätte oder ob ein Vororttermin vielleicht zu besseren Einschätzung hilfreich gewesen wäre.

Komischerweise war allen Ortsratsmitgliedern aber auch Ratsmitgliedern von vorne herein klar, dass die sogenannte Retentionsfläche und die mögliche Übungsfläche der Feuerwehr in der Höhe nicht verändert werden soll, der Boden und das Erdreich also nicht aufgeschüttet oder angehoben werden sollen und nur mit versickerungsfähigem Pflaster verlegt werden sollen. Genau damit würde die sogenannte Retentionskapazität der Überflutungsfläche nämlich nicht beeinträchtigt. Hat das in der Verwaltung keiner mitbekommen? Steht dies so in der Voranfrage an die Region? Derzeit weiß man es nicht so genau, eine gestellte Ratsanfrage ist noch nicht beantwortet.  

Zusätzlich sagt die Verwaltung jetzt  aber, dass für das weitere Vorgehen umfangreiche Untersuchungen und detaillierte Vorplanungen notwendig sind, die Personal und Zeit kosten, welche die Stadt aber nicht ohne Beschluss des Rates investieren will. Man darf davon ausgehen, dass der Rat diesen Antrag der Verwaltung, sofern er denn wirklich notwendig ist, wohl beschließen wird allerdings ist damit immer noch die Frage offen, warum die Verwaltung plötzlich eigenständig wieder die Dreiecksfläche ins Spiel bringt und Gespräche veranlasst und sich mit diesem Vorgang beschäftigt, ohne dass diese einen wirklichen Auftrag dazu hätte. Denn der oben genannte Beschluss ist ja doch recht eindeutig. 

Wenn ein Mitarbeiter der Verwaltung Arbeitszeit und Arbeitsaufwand darin investieren kann, den Stadtbrandmeister über die Antwort der Region zu informieren, damit dieser mit dem Ortsbrandmeistern aus Krähenwinkel und Kaltenweide Gespräche führen kann, verursacht das dann keine Kosten und keinen Arbeitsaufwand? Abgesehen davon musste die Presse ja auch informiert werden und kostet diese Arbeitszeit und dieser Arbeitsaufwand nichts?

Wäre es nicht viel wichtiger gewesen im gleichen Atemzug auch den Rat zu informieren? Oder hat man da die Kosten und den Aufwand für die Zeit des Informationsgespräches mit dem Stadtbrandmeisters wieder reingeholt?  Wäre es nicht kostengünstiger gewesen mal mit der Region zu telefonieren und zu erklären, dass die Überflutungsfläche Überflutungsfläche bleibt? Oder will man das alles gar nicht? Will man seitens der Verwaltung mit aller Macht die Feuerwehr an der Dreiecksfläche vereinigen und versucht die Verwaltung so der Politik einen Willen oder eine Lösung aufzuintruieren, die diese nicht will aber irgendwann denken soll, dann muss es wohl so sein, wenn das andere so kompliziert und so schwer ist?  

So genau wird man es wohl nicht herausfinden bzw. nicht so schnell herausfinden und man kann diesen Vorgang so nur mutmaßen und sich gegebenenfalls verfolgt fühlen aber seltsam, seltsam mutet das alles schon an, warum hier seitens der Verwaltung eigenständig wieder ein Fass aufmacht wird, dass politisch niemand mehr gewollt hat und von vorne herein ausdiskutiert war.

Übrigens der Ortsrat hat noch während der Sitzung einstimmig beschlossen, die Region und die zuständigen Entscheider der unteren Wasserbehörde einzuladen, um die Situation vor Ort zu erläutern. So einfach kann es sein, man muss es nur wollen und alle Seiten müssen an einem Strang ziehen.

Eins muss uns allen klar sein, das Feuerwehrhaus in Kaltenweide muss endlich kommen, und zwar an dem Standort Priorität 1, damit die Zellerie endlich entlastet wird und dort mögliche weitere Baufortschritte erfolgen können. Wer jetzt noch ohne Auftrag oder Absprache dagegen arbeitet, muss dazu seitens der Politik dann eine deutliche Ansage bekommen und an seinen Auftrag erinnert werden.

 

 

Langenhagens Schullandschaft entwickelt sich aufgrund von Ideologien der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und BBL zur Wüste

Was interessiert manche Langenhagener Parteien schon der Elternwunsch? Was interessiert diese Parteien eine Vielfalt und ein breites Angebot in der Schullandschaft? Glauben Eltern in Langenhagen wirklich, dass es manchen Parteien in Langenhagen nur um das Wohlergehen und der Individualität der Kinder geht?

Wer diese Fragen bisher nicht genau beantworten konnte oder die Antworten nicht wusste, kann diese Fragen seit der Ratssitzung am 04.06.2018 klar beantworten und es zeigt, wie diese Parteien denken bzw. vom Ansatz her ticken und welche Sichtweise gefälligst Realität zu sein hat.

„Kinder haben gefälligst alle gleich zu sein“. Unterschiede darf es nicht geben und Unterschiede gibt es nicht. Dies wird sich zukünftig auch in der Schullandlandschaft Langenhagens darstellen und widerspiegeln. Übrigens, wird ihnen dies von den oben genannten Parteien natürlich keiner wirklich genau so sagen, Ihr Handeln aber spricht deutlich gegen Sie. 

Vorab, die Ideologie hat gesiegt und mit 18 Ja Stimmen seitens der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und der BBL gegen 17 Nein Stimmen von CDU/AFD/WAL/FDP und den Unabhängigen sowie 1 Enthaltung wird sich Langenhagen von einem vielfältigen schulischen Angebot verabschieden und zur Einseitigkeitswüste entwickeln. 

Alles fing damit an, dass man die Förderschule (Gutzmannschule Langenhagen) zum Jahr 2021/2022 schließen wird. Diese Kinder sind nach Meinung dieser ideologieheischenden Parteien trotz oder gerade mit einem besonderen Förderbedarf, hier Sprache, auf einer normalen Schule im Rahmen der Inklusion natürlich besser aufgehoben. Die Begründung ist eindeutig: „Inklusion ist schließlich ein Menschenrecht und in der UN-Konvention festgeschrieben“. Da passt es, dass der Rat unter Tagungspunkt  Ö 28 am selben Tag eine Resolution zur Inklusion verabschiedet hat.

Um es deutlich zu sagen, diese Resolution ist grundsätzlich richtig und die Schulen müssen personell und finanziell in Niedersachsen endlich auf sichere Ausstattung und Füße gestellt werden. In diesem Zusammenhang  kommt jetzt aber wieder die Gutzmannschule ins Spiel, mit der alles zur Verödung der Schullandschaft begann.

Die neugewählte Landesregierung in Niedersachsen hat im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Förderschulen auch über das Jahr 2021/2022 hinaus bis zum Jahr 2028 geöffnet bleiben können.

Warum hat die Landesregierung in Niedersachsen dies wohl getan? Sie hat dies mit voller Absicht beschlossen, weil sie weiß und wusste, dass die Inklusion in der Realität noch mehr Zeit braucht. Viel mehr als dies, braucht die Inklusion aber Personal und sie braucht die Anpassung z.B. von Räumlichkeiten und dazu braucht sie viel Geld und viel Zeit. Viele Schulen haben z.B. keine Differenzierungsräume. Diese sind aber gerade im Rahmen der Inklusion sehr wichtig, da wir ja nicht nur körperlich Behinderte beschulen sondern auch geistig Behinderte, die z.B. eine Auszeit brauchen oder aber Individualförderung etc. Wir haben Schulen, in denen Kinder mit Rollstuhl, im ersten Stock nicht beschult werden können, weil die Gebäude keinen Fahrstuhl haben. Das ist ein Problem, wenn man in ein Chemielabor oder Physikraum im 1. Stock muss etc. Wir brauchen kleinere Klassenverbände und nicht 30 oder mehr Kinder in viel zu kleinen Klassenräumen. Die Anforderungen an die Schulen und die Lehrer wurden also über die Jahre immer mehr, während die Schulen teilweise auf dem Stand von 1960/1970 stehen geblieben sind und man mit der Einführung der Inklusion jetzt halt genau diese Probleme in der Praxis erkannt hat und damit Zeit zum durchatmen gewinnen wollte und will.

Genau diese Begründung aber erscheint den Parteien rund um die SPD, den Grünen aber auch der Linken in Langenhagen nicht logisch genug. Und somit haben genau diese Parteien mit Ihren Stimmen den Erhalt der Gutzmannschule über das Jahr 2021/2022 hinaus aufrechtzuerhalten, abgelehnt.  Das schlimme daran ist, dass diese Parteien anscheinend ja mutmaßlich wissen, was Realität ist, sonst hätten sie oben genannte Resolution unter Tagungspunkt Ö 28 am Montag, den 04.06.2018 (mehr Personal und finanzielle Mittel) wahrscheinlich nicht so überzeugend beschlossen.

Nur dieses Wissen aus der Resolution wird in der Realität mit diesen Parteien leider niemals ankommen und da der Aus- und Aufbau weiterer Schulen noch mindestens bis 2028 dauern wird (wahrscheinlich eher länger), bedeutet dies, dass eine ganze Generation an Kindern in Langenhagen unter diesem Wahnsinn,der Realitätsverweigerung und der aktuellen Situation weiterhin leiden müssen. 

Im übrigen heißt es in der Resolution abschließend: „……..mit der Ihre schulische und soziale Entwicklung ausreichend gefördert werden kann.“ Es ist beachtlich wenn wir jetzt schon nur noch eine ausreichende Förderung fordern. Schulisch gesehen ist ausreichend eine „4“. Das kann doch nun wirklich nicht das Ziel sein. Oder? Aber das ist ein anderer Punkt.

Das die Inklusion jedoch in vielen Bereichen nicht noch mehr gescheitert ist, ist nur aufgrund vieler engagierter Lehrerinnen und Lehrer, welcher  sich wie ein roter Faden durch den Unterrichtsalltag zieht, geschuldet und nur diese halten mit Ihrem Engagement und ihrem Berufsverständnis das System wirklich am laufen. Respekt an alle, die wie der Mann aus La Mancha als Don Quichote gegen Windmühlen kämpfen und ein aufrichtiges Danke schön an eben diese mutigen Alltagskämpfer. 

Und so leben und leiden diese Lehrkräfte in Wirklichkeit im Alltag unter viel zu großen Klassenverbänden, fehlenden Räumlichkeiten, fehlendem Material, fehlenden Förderschullehrern und Förderschulstunden aber auch fehlenden Integrationsassistenzen und und und.

Die Schulen sind in Wirklichkeit also für den gewünschten Inklusionsansatz teilweise nicht ausgestattet oder aber ausreichend unterstützt. Von daher wäre es mehr als sinnvoll gewesen, dass die Gutzmannschule mit Ihrer Verlängerung bis zum Jahr 2028, eben auch Langenhagens Schulen Zeit zum durchatmen und zur Neuaufstellung gegeben hätte.

Doch wie gesagt, all das sind keine wirklichen Argumente gewesen und selbst die Elternvertreter die immer wieder die Einwohnerfragestunde genutzt haben, um schon fast bettelnd und flehend die Verlängerung zu erbeten, wurden nicht gehört und sind auf sich alleine gestellt. Denn eins muss allen Eltern klar sein: Die Probleme haben nachher unsere Kinder und dann damit auch die Eltern und nicht irgendwelche Parteien, die meinen aus ideologischer Sicht zu wissen, was gut für unsere oder besser Ihre Kinder ist.

Aber warum wird deswegen jetzt Langenhagens Schullandschaft veröden?

Gifhorn hat ca. 42.000 Einwohner. Gifhorn hat 2 Hauptschulen, 3 Realschulen, 2 Gymnasien und 2 IGS´en.

Peine hat ca. 50.000 Einwohner. Peine hat 4 gemischte Haupt- und Realschulen, 1 Realschule, 3 Gymnasien, 3 IGS´en und 1 IGS mit gymnasialem Zweig.

Langenhagen hat ca. 56.000 Einwohner, Langenhagen hat 1 Gymnasium, 2 IGS´en,  1 Realschule und die Gutzmannförderschule . ABER ACHTUNG: NOCH. Denn der Rat hat eben gestern mit oben genannten 18 Stimmen beschlossen, neben der Entscheidung zur Gutzmannschule, dass die Realschule in eine IGS umgewandelt werden soll. 

Langenhagen hat dann: 1 Gymnasium und 3 IGS´en.

Nach vielfältiger Schul- und Bildungslandschaft sieht das doch nun nicht wirklich aus. Oder? Und es kommt noch schlimmer. Mit dem Beschluss bedeutet dies auch, schon fast automatisch, dass es in Langenhagen keine Halbtagsschule mehr unter den weiterführenden Schulen geben wird. Eltern, die also eine Halbtagsschule brauchen oder sich für Ihre Kinder wünschen werden in Langenhagen dann nicht mehr fündig. Ganz besonders davon betroffen sein werden, gerade die, mit denen man es doch so gut meinte. Die Inklusionskinder. Es bleibt zu hoffen, dass es nur wenige sind, die eben nicht in der Lage sind einen Ganztagsschulbetrieb zu leisten. Den diese Eltern werden bei dieser unverantwortlichen Schullandschaftsödnis schnell an Ihrer Grenzen stoßen. Aber dann helfen bestimmt die davon auch so überzeugten Parteien gerne weiter. 

Im übrigen gab es auch gestern wieder Elternvertreter im Rat, die sich in der Einwohnerfragestunde, dringend für den Erhalt der Realschule ausgesprochen und eindringlich darum gebeten haben. In der Diskussion des Rates, spielte das dann aber nur für die WAL eine Rolle. Alle anderen waren in der Einwohnerfragestunde aber auch in der Diskussion dazu abgetaucht. SPD, Bündnis 90/ die Grünen, die Linke und die BBL wissen halt was besser für diese Elternvertreter ist.

Letztendlich bleibt es abzuwarten, wie es sich in der Realität entwickelt.  Aber egal was passiert, es kann dann keiner mehr sagen, wir haben das nicht gewusst. Wir, als WAL werden auf jeden Fall dafür eintreten, dass sich schon jetzt absehbare negative Folgen sofern es änderbar ist, in der Zukunft dadurch vermeiden lassen und der Elternwille in den Rat getragen und gehört wird. 

 

 

 

Was ist denn jetzt der Sachstand mit der Feuerwehr in Kaltenweide und Krähenwinkel?

Manchmal muss man sich verwundert die Augen reiben. Aufgrund der schon lang nicht mehr hinnehmbaren Situation an der Zellerie in Kaltenweide, ist man sich seit Jahren einig, dass die Ortsfeuerwehr Kaltenweide einen neuen Standort braucht, um, 1. die Zellerie zu entlasten und 2. die Ortsfeuerwehr Kaltenweide auch so aufzustellen und auszustatten, dass diese auch den zukünftigen Aufgaben gerecht werden kann. Und von Anfang an stand fest, dass ohne eine Verlegung des Feuerwehrhauses eine Erweiterung der Grundschule Kaltenweide und eine Entlastung der Zellerie nicht umsetzbar sein wird.

Dazu sollte die Ortsfeuerwehr Kaltenweide schon damals den von Ihr präferierten Standortwunsch, sofern baurechtlich machbar, auch bekommen. Schon mit dem damaligen Ortsbrandmeister wurde dafür das Grundstück des ehemaligen NP-Marktes besprochen und auch eine mögliche Machbarkeit erörtert. 

Und genau deshalb wurde durch die Stadt Langenhagen schon damals das Grundstück mit dem ehemaligen NP-Markt gekauft. Nun kam leider die Flüchtlingskrise dazwischen und es mussten aufgrund fehlender Unterkunftskapazitäten bis zu 40 Somalier in diesem Gebäude untergebracht werden.

In dieser Zeit schien es so, als würde das Projekt Feuerwehr etwas ruhen, dem war aber nicht wirklich so, sondern die Verwaltung nutzte die Zeit und erarbeitete auch im Auftrag einiger Parteien des Rates mögliche Ausweichstandorte, denn man konnte ja nie wissen, wie es mit der Notwendigkeit der Unterbringung von Flüchtlingen weitergehen wird. Und so kam es, dass die Verwaltung sehr gewissenhaft mögliche weitere Standorte prüfte und dass ein Vorschlag davon auch die Verlegung an den Kreisel bei der dortigen Biogasanlage enthielt. 

Was dann folgte ist eigentlich schwer zu erklären und am besten mit den Sprichwort: „Zu viele Köche verderben den Brei“ zu beschreiben und fast wöchentlich machten neue Gerüchte die Runde. Die Stadtfeuerwehr will den Standort Kreisel an der Biogasanlage, die Ortsfeuerwehr weiter auf das Grundstück auf dem ehemaligen NP-Markt und wieder andere dachten über eine Zusammenlegung der Feuerwehren wie in Engelbostel und Schulenburg nach. Gerüchte wohl gemerkt.

Und welche Situation haben wir jetzt? Richtig: Gehen wir doch einfach noch mal 3 Jahre  (DREI JAHRE, eine unglaublich lange Zeit) zurück und stellen fest, dass wir noch immer nur über den Standort am ehemaligen NP-Markt reden. Fairerweise muss man natürlich dazu sagen, dass es bei allen Standorten immer zu prüfen ist, ob das Grundstück eine notwendige Bebauung auch möglich macht. Und genau da sind wir leider noch immer. Das Grundstück des ehemaligen NP-Marktes ist nicht, wie zuerst gedacht, optimal und wir brauchen mehr Platz. (Stichwort An- und Abfahrt, Parkmöglichkeiten der Einsatzkräfte etc.) Das mögliche Grundstück für eine Erweiterung gehört aber nun mal nicht der Stadt und müsste gekauft werden. Dazu gehört auch, erstmal festzustellen, ob der derzeitige Eigentümer denn überhaupt verkaufen möchte und ob die Auflagen auf diesem Grundstück (Überschwemmungsgebiet) trotzdem eingehalten werden können.  Dazu laufen auch schon viele Gespräche im Hintergrund. Und um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, ist es natürlich wichtig neben all diesen Punkten auch Ausweichmöglichkeiten zu prüfen, falls das Gelände nicht geeignet ist oder der Eigentümer z.B. nicht verkaufen möchte. Und genau diese Punkte wurden wohl bisher leider nicht richtig kommuniziert und so konnten sich auch die dazu notwendigen Auseinandersetzungen mit den Vor- und Nachteilen als Brocken oder Gerüchte verbreiten und sorgten verständlicherweise auch für Missmut und daher hat der Ortsrat Kaltenweide beschlossen, die Vertreter der Feuerwehr zu einem persönlichen Austausch und zur Diskussion einzuladen.  Man kann durchaus darüber streiten, ob es nicht auch schneller gegangen wäre aber man darf dabei auch nicht vergessen, wie viele politische Vertreter im Ortsrat aber auch im Stadtrat sitzen und dass ein Austausch dann auch etwas länger dauert, da eben jeder komischerweise nur das Beste will, aber man damit teilweise Anwesende bei diesen Gesprächen auch mit vielen offenen Fragen oder Sorgen zurück lässt. Vielleicht ist weniger manchmal doch halt mehr und Koordination alles.

Die WAL hat von Anfang an gesagt: „Nur mit der Feuerwehr“ und dazu stehen wir auch. Wir maßen uns nicht an, Experten in etwas zu sein, was wir nicht sind. Vertrauen wir den Fachleuten und unseren leidenschaftlich engagierten ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Wer keine Zusammenlegung will, weil sie nicht zweckmäßig ist, bekommt Sie auch nicht und wer sagt, dass ein Grundstück nicht geeignet ist, dem vertraut man auch. Bringen wir also endlich gemeinschaftlich im Sinne aller die zweckmäßigste Lösung auf den Weg und nehmen wir die dafür Verantwortlichen auch mit.

Oberschule mit gymnasialem Zweig oder doch lieber noch eine IGS?

Was wollen eigentlich die Eltern? Welches Angebot fehlt noch in der Schullandschaft Langenhagens? Wie soll das Angebot an Schulen in Langenhagen in der Zukunft aussehen? 

Am 25. September wurden im Rat zwei Anträge beraten. Der eine war von der CDU, welcher für die Umwandlung der RKS in eine Oberschule mit gymnasialen Zweig plädierte und der andere Antrag war von der SPD, welcher die RKS in eine IGS umwandeln wollte. 

Politik muss zukunftsfähige Entscheidungen treffen und in dieser Ratssitzung sollten gleich zwei ganz wesentliche Entscheidungen getroffen werden, die Langenhagens Schullandschaft für sehr lange Zeit bestimmen würden.

1. CDU und SPD, beide wollten die Umwandlung der Robert-Koch-Realschule.                            2. Oberschule mit gymnasialen Zweig (CDU) oder doch eine dritte IGS (SPD)?

Wir von der WAL haben beiden Anträgen nicht zugestimmt und diese in Ihrer Form abgelehnt. Aber warum haben wir dies getan?

Wir halten die Umwandlung der RKS für einen politischen Denkfehler, der durch die beiden Parteien leider auch noch durch Einflüsse von außen aufgegriffen wurde und umgesetzt werden soll. In der Zukunft plant Langenhagen nach derzeitiger Schülerzahl mit 24 Zügen (24 Klassen pro Jahrgang) in den Schulen. 7 Züge statt jetzt 6 werden davon auf das Gymnasium entfallen. Die verbleibenden 17 Züge werden sich auf die beiden IGS`en verteilen, plus die zusätzlich zu schaffende Schule.

8 statt bisher 6 könnten an der IGS LGH geplant werden und 5 an der IGS-Süd. Damit wären noch 4 Klassen an der Robert-Koch-Realschule unterzubringen.

Aber was ist eigentlich wenn Planungstechnisch die Aufstockung an der IGS LGH von 6 auf 8 Züge nicht klappt oder nicht zeitgerecht umgesetzt werden kann? Oder es plötzlich doch 25 Züge pro Jahrgang werden? Dann muss die RKS mindestens diese 2 zusätzlichen Züge aufnehmen und würde damit 6 Klassen gleichzeitig haben. Schaut man sich jetzt die Gegebenheiten vor Ort an, stellt man fest, dass der Platz dafür nicht ausreicht. Wir wollen also eine Umwandlung an einer Schule, die nicht zukunftsfähig ist und müssten diese dann ausbauen.

Aber wie? Manch einer im Rat munkelt, dann bauen wir eben 2 Stockwerke oben drauf oder wir prüfen die Verfügbarkeit der KITA Veilchenstraße. (Achtung IRONIE: Vielleicht brauchen wir die dann ja nicht mehr!!) Anders rum gesagt: Der Rat sagt: „Wir bauen ein Gymnasium auf der freien Wiese, da bauen im Bestand doppelt so lange dauert wie auf der freien Fläche“ und plötzlich soll dies bei der Robert-Koch-Realschule nicht mehr gelten.  Und das keine darüber hinausgehenden Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wird auch einfach so vom Tisch gewischt.

So geht es nicht. Das ist keine verantwortungsvolle zukunftsorientierte Politik für unsere Kinder. Von daher hat die WAL zwei weitere Grundstücke zur Prüfung vorgeschlagen, welche von den Parteien aber nicht mal geprüft wurden. Lieber stellt man zwei betagte Ackergäule in die Startbox und lässt die Rennpferde zum Start nicht zu. Mit der Ablehnung der Anträge muss der Rat sich jetzt nochmal mit den Standorten aber auch der Umwandlung beschäftigen und wir werden uns dafür einsetzen, dass alle zur Vernunft kommen und nochmal genau prüfen, wo und wie die Entwicklung der Schullandschaft für Langenhagen am sinnvollsten ist.

Aber was war jetzt nochmal mit der Oberschule mit gymnasialen Zweig oder der dritten IGS? Wir von der WAL sind grundsätzlich für eine Vielfalt in der Schullandschaft.

Allerdings sind dabei auch die Vor- und Nachteile für Eltern und die Schülerinnen und Schüler abzuwägen sowie die Auswirkungen zu berücksichtigen.  Die Oberschule hätte nur eine (1) Klasse gymnasialen Zweig. Welche Vor- oder Nachteile hätte dies? Was könnte diese 1 Klasse besser, was das Gymnasium nicht kann? Oder könnte diese eine Klasse Nachteile haben, weil bestimmte gymnasiale Bestandteile eben aufgrund der nur einen Klasse nicht richtig oder gar nicht abgebildet werden können? 

Und was bedeutet es noch, wenn wir eine Oberschule einrichten? Derzeit haben die IGSén eine Aufnahmeverpflichtung. Das heißt, es müssen die Bewerber angenommen werden, solange Platz da ist. Aber wie sieht das mit einer Oberschule aus? Diese Aufnahmeverpflichtung besteht dann nicht mehr. Das bedeutet, dass die Eltern Ihre Kinder an der IGS anmelden, sich dann aber einem Losverfahren zu stellen haben. Dazu werden Töpfe gebildet. Also ein 1er Topf, ein 2er Topf und so weiter. Und dann sagen die IGSén wir haben 300 Plätze und fangen an die Kinder aus dem ersten Topf zu ziehen und dann aus dem 2ten Topf und vielleicht noch welche aus dem 3ten Topf sofern noch Plätze übrig sind. Und dann? Dann werden alle anderen Kinder an die Oberschule gehen. Wir nennen dieses frei nach den Gebrüdern Grimm: Die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen. 

Wir müssen eine vielfältige Schullandschaft hinbekommen und dabei auch an die Bedürfnisse unserer Kinder denken. Ob jetzt IGS oder Oberschule mit gymnasialem Zweig mag mit Sicherheit auch eine ideologische Sichtweise berühren. Daraus dürfen sich aber auch und gerade unter Berücksichtigung der INKLUSION keine Nachteile für alle Kinder ergeben und so werden wir, so schwer es uns fällt, vermutlich der IGS mit allem Für und Wider den Vorrang geben. 

Dazu zählt aber auch: Keine Umwandlung der RKS. Es muss eine weitere Schule gebaut werden, die auch zukunftsfähig ist. Die genügend Platz und ausreichende Differenzierungsräume bietet und Klassengrößen ermöglicht die sich auf ein normales Maß von ca. 25 Kindern einpendeln.

Was es heißt keinen Platz zu haben, kann man an der Grundschule Kaltenweide sehen, wo man sich seit 10 Jahren von Jahr zu Jahr hangelt und immer wieder erzählt, dass die Schülerzahlen ja bald runtergehen werden. Politische Fehler dieser Art müssen zum Wohle unserer Kinder und da schon absehbar, grundsätzlich vermieden werden. 

Hier ist einer der Presseartikel:

 

 

Weiherfelderweiterung OST. Das ist schon mehr als dreist!

Am 19.06.2017 wurde im Rat der Stadt Langenhagen gerungen und diskutiert. Am Ende stand die Weiherfelderweiterung OST gegen den Willen der Menschen fest. Das Weiherfeld OST soll erweitert werden, aber ERST in 10 Jahren. So war zumindest die Aussage. Vor 2027 keine weitere Ansiedlung und die komplette SPD und Teile der CDU nickten vor Selbstherrlichkeit zufrieden. 

Wir, als WAL, haben an diesem Abend vor vielen Dingen gewarnt. Vor fehlender Infrastruktur, dass die 150 Bauplätze erst der Anfang sind und der erste Schritt das Überschreiten der Altenhorster Strasse ist und danach dann der Rest des Baugebietes auch noch vollgebaut wird. Schließlich belehrte die SPD in Form des ehemaligen Ortsbürgermeisters von Kaltenweide an diesem Abend die Verweigerer der Weiherfelderweiterung immer wieder darüber, dass das Weiherfeld mal für 12.500 Menschen geplant wurde und erst 9000 erreicht sind. All die Gegenargumente wie Verkehr, Schule, Kinderarzt, noch offene zusätzlich belastende und noch in Erschließung befindliche Baugebiete, all dass wurde nicht gehört und gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger in Form der Erweiterung dann beschlossen.

Und jetzt? Nicht mal 2 Monate später muss man feststellen, dass die 10 Jahre wohl schon rum sind und die Grundschule Kaltenweide ausblutet. Dumm nur, dass die Kaltenweider von all diesen Sorgen in Wirklichkeit gar nichts merken. Die Grundschule Kaltenweide platzt nämlich schon seit Jahren aus allen Nähten und wird auch die nächsten Jahre, mindestens bis 2026 mit erheblichen Platzproblemen zu kämpfen haben und steuert auf eine 6 Zügigkeit zu, die gemäß Landesschulgesetz sogar verboten ist. Das alles kann man nachlesen, denn die Schülerentwicklungszahlen werden von der Stadt Langenhagen heraus gegeben und zur Entwicklung und den daraus resultierenden Maßnahmen wie Schulbauten, Schulplätze etc. heran gezogen. Erst 2031 könnte man eventuell mal darüber nachdenken, wenn die Schülerzahlen auf ca. 400 Schülerinnen und Schüler fallen.

Aber der Stadtbaurat der Stadt Langenhagen scheint dass irgendwie anders zu sehen und erzählt im Beisein der Region, die genau diese Baufelder so dringend forderte und will, dass wir in Kaltenweide an der Grundschule ausbluten. Wenn man keine Argumente mehr hat, dann muss man sich wohl welche suchen. Dumm nur, wenn diese dann soweit von der Realität abweichen und selbst dem letzten auffallen muss, dass die Kaltenweider kräftig an der Nase durch den Ring gezogen werden.

Dreist ist dabei nur, dass man nicht mal, wie von uns als WAL vermutet,  2 Jahre wartet um den Menschen dann zu erzählen, wie dringend man Baugebiete braucht und Langenhagen wachsen muss. Diese Aussage aber 2 Monate nach dem Beschluss schon zu präsentieren, zeigt wie weit man sich von den Menschen entfernt hat und was der Bürgerwille wirklich zählt.

Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der SPD oder der CDU und der Grünen? Lassen sich diese Parteien wirklich so vorführen? Oder steckt System dahinter und man glaubt, kurz vor der Bundestagswahl und der gleich folgenden Landtagswahl, so Wählerinnen und Wähler akquirieren zu können? Oder verzichtet man lieber auf die Stimmen aus Kaltenweide und hofft darauf die Stimmen von den zukünftigen Bauherren als Kompensation gewinnen zu können? Oder sind das alles nur Mutmaßungen und wir werden sehen wie genau diese Parteien jetzt die Verwaltung und damit auch den Stadtbaurat deutlich einnorden und den politischen Willen vorgeben. 

Liebe SPD, CDU und Grüne:

Man muss sich schon deutlich fragen: Welche Interessen vertretet Ihr eigentlich? Von wem wurdet Ihr gewählt? Oder versucht man hier schon mal Pfründe in der Zukunft zu sichern, wenn man dem Druck der Region so schnell nachgeben möchte?  Oder seid ihr jetzt genauso überrascht? Jetzt haben alle die Möglichkeit ihre Karten auf den Tisch zu legen. Wir werden auf jeden Fall genau das tun, was man von uns als Wählergemeinschaft erwartet und wofür wir  gewählt wurden. VERLÄSSLICHKEIT, EHRLICHKEIT und BÜRGERNÄHE.  Einige andere scheinen davon nämlich sehr weit entfernt zu sein.

Die Weiherfelderweiterung OST wird es mit uns so nicht geben.

 

 

 

 

Weiherfelderweiterung OST? Was zählt eigentlich der Bürgerwille?

Am 19.06.2017 hat der Rat der Stadt Langenhagen zum Thema Weiherfelderweiterung OST getagt und genau den Fehler gemacht, der schon zu oft im Rat  gemacht wurde.  Das was den Bürger als Schuh drückt, war auch an diesem Abend nebensächlich, denn die Parteien rund um die SPD, die Linke aber auch Teile der CDU sowie den Grünen wollten die Erweiterung und von vorne herein war klar, dass der Bürgerwille und die damit verbundenen Sorgen und Nöte nicht zählen werden. Schon die Einwohnerfragestunde war spannend und aufschlussreich zugleich. Der Ratssaal war bis auf den letzten Platz gut gefüllt und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus den Ortschaften von Kaltenweide, Altenhorst, Twenge etc. haben schon vor der Entscheidung ihren Unmut und Ihre Sorgen bei einer möglichen Weiherfelderweiterung OST dargelegt. 

In der dann folgenden Aussprache zeigte sich deutlich was die vertretenen Parteien im Rat vom Bürgerwillen aber auch den vorgetragenen Sorgen in der Einwohnerfragestunde halten. Die Antwort ist eindeutig: Nicht viel. Am Ende wurde mit den gesamten Stimmen von SPD, Die Linke, und Teilen der CDU unter Enthaltung der Grünen die Weiherfelderweiterung beschlossen.  Wobei die Grünen damit nur Kosmetik betrieben haben. Sie waren ebenfalls für den Kauf der Grundstücke und der Entnahme aus dem Landschaftschutzgebiet durch Flächenbevorratung. Der Erhalt von Landschaftsschutzgebieten war eigentlich bisher ein Kernthema der Grünen.  Aber Sie wussten, dass es auch mit der Enthaltung ihrer Stimmen zum positiven Beschluss kommt. Aber so kann man später ja vielleicht nochmal anders argumentieren.

Schon einmal, vor über 10 Jahren hat der Rat bei der weiteren Erschließung des Weiherfeldes sämtliche Sorgen aber auch Probleme ignoriert und so zu den heutigen Problemfeldern in Kaltenweide geführt. Die Grundschule Kaltenweide ist zu klein, die Hortplätze aber auch Kindergartenplätze konnten nur unter erheblicher Anstrengung mit Containerlösungen geschaffen werden, die Zellerie und damit auch die Freiwillige Feuerwehr offenbar einen Problembereich in Kaltenweide. Das Kinderhaus sollte schon 2015 fertig sein. Der Schulweg über die Kananoher Strasse offenbart große Probleme und dass der Kinderarzt auch nur begrenzte Kapazitäten hat, musste jedem von vorne herein klar sein. So könnte man jetzt weiter fortfahren und aufzählen, dass die notwendige Infrastruktur mit dem Weiherfeld nicht mitgewachsen ist und in vielen Bereichen massiv hinter her hinkt oder man seit Jahren seitens des Rates darauf hofft, dass sich diese Probleme mit dem Aufwachsen der Kinder von alleine erledigen werden. Aber ist dem wirklich so?

Nun kommt ein weiteres Problem hinzu und man wird die oben genannten Parteien an Ihren Beschluss erinnern müssen, dass das Baugebiet dann auch erst in 10 Jahren erschlossen wird. Aber wird das helfen, wenn der Verkehr sich über das Nadelöhr Altenhorster Strasse oder den Hainhäuser Weg mit Bahnübergang auf beiden Strassen seinen Weg suchen muss? Es mag durchaus bezweifelt werden und in 10 Jahren wird dann jeder sagen, dass habe man so nicht kommen sehen, obwohl es vielfältige mahnende Stimmen bei der Abstimmung im Rat gegeben hat. Richtig spannend wird es dann, wenn es aufgrund der Entwicklung der Einwohnerzahlen einen weiteren Stopp der S4 im 20 Minutentakt geben muss bzw. wird.

Das 1. Ziel war das Überschreiten der Straße durch den Beschluss die Grundstücke kaufen zu dürfen. Zu Beginn dürfen sich 150 Bauherrinnen und -herren freuen. Das 2. Ziel wird die gesamte Bebauung der erworbenen Fläche sein. Man muss einfach nur aufmerksam  zuhören, wenn man schon fast belehrend durch die SPD mitgeteilt bekommt, dass derzeit nur 9000 Menschen im Weiherfeld leben und dass das Weiherfeld eigentlich für 12.500 Menschen geplant war. Die Hinweise sind also deutlich, was auf das Weiherfeld noch zukommen kann.

Man kann nur den Kopf schütteln wenn einige im Rat meinen, sie wüssten schon besser was für die Bürger gut ist und damit argumentieren, dass man Bauplanung nicht mit dem Bürger macht. Noch weiter kann man sich in der Kommunalpolitik von den Bürgerinnen und Bürger nicht entfernen. 2011 war die SPD mit 17, die Grünen mit 7 und die CDU mit 14 Ratsmitgliedern im Rat vertreten. Und heute? SPD 14, Grüne 4 und CDU 12. Da fragt man sich doch offen und ehrlich, wo ist der Lerneffekt der Parteien?

Es zeigt sich wie wichtig es ist, dass es Ratsmitglieder gibt, die den Willen der Bürgerinnen und Bürger noch vertreten und wissen, dass Kommunalpolitik nah am und mit dem Menschen gestaltet werden muss. Dafür stehen wir.

Schulbesichtigungen zeigen erhebliche Defizite auf

Am Donnerstag, den 04. Mai 2017 hatten alle Mitglieder des Rates die Gelegenheit, sich einen ersten Überblick über den Zustand der Langenhagener Schulen zu machen. Nach und nach sollen alle Schulen folgen und als erstes standen die Adolf-Reichwein-Schule, die IGS-Süd Langenhagen und die Robert-Koch-Realschule auf der Agenda.  

Zuerst einen herzlichen Dank an die Schulleiterinnen und Schulleiter, dass diese uns diesen Einblick während des Unterrichtsbetriebs überhaupt ermöglicht haben. Aber nur so wurde auch wirklich deutlich, welche Situationen an unseren Schulen herrschen. Wir sagen auch danke für die Zeit, die man sich genommen hat, um uns wirklich die Probleme aber auch Sorgen und Nöte aufzuzeigen und einen sehr umfangreichen und detaillierten Überblick gegeben hat. Nur so ist es, z.B. mir als Ratsmitglied aber auch unserer Wählergemeinschaft sowie auch allen anderen Vertreterinnen und Vertretern überhaupt möglich, all die notwendigen Entscheidungen über Umbau- oder Neubaumaßnahmen für unsere Schulen richtig zu beurteilen und zu beschließen.  

Erschreckend ist, dass wir schon an diesen 3 Schulen einen erheblichen Nachholbedarf haben. In jede Schule muss massiv investiert oder aber auch neu gedacht, gebaut und abgerissen werden.  Und wer jetzt noch davon redet, dass eine 3. IGS im Zentrum gebaut werden muss, der hat an diesem Tag entweder nicht aufgepasst oder aber ist belehrungsresistent. 

Die Robert-Koch-Schule fällt als möglicher Nachfolger für eine 3. IGS komplett raus. Wo bitte  schön soll da noch gebaut werden? Hier muss man von Anfang ehrlich sein und deutlich sagen, dass man hier niemals eine vernünftige moderne an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichteten Schule als 3. IGS bauen kann. Ein Weiterbetrieb als Realschule ist aus unserer Sicht möglich, wenn man die notwendigen Umbaumaßnahmen in die Wege leitet. 

Die IGS-Süd Langenhagen leidet ebenfalls unter erheblichen Platzbedarf. Hier muss in den nächsten Jahren massiv investiert werden. Die Klassen sind teilweise wie Schläuche und wenn man dann sieht, wie dort bis zu 30 Kinder in einem ca. 45 m² großen Raum beschult werden, obwohl vom Gesetzgeber mindestens 60 m² vorgesehen sind, dann kann man nur den Kopf schütteln. Und dann kommt ja noch hinzu, dass die Schule als die 2. IGS in Langenhagen immer weiter aufwächst und noch eine Grundschulzweig der Schule angehört. Hier sind massive Kraftanstrengungen notwendig damit schnellstmöglich die Politik die erforderlichen Maßnahmen beschließt und anschiebt. 

Die Adolf-Reichwein-Schule ist baulich aus den sechziger Jahren. Es wurden Bauunterhaltungsmaßnahmen getroffen aber wirkliche Investitionen zur Verbesserung der räumlichen Situation wurden nie durchgeführt. Zwar wurde ein Fahrstuhl für eine Behindertengerechte Beschulung eingebaut aber ansonsten gibt es auch hier viele Maßnahmen zu beschließen. Ein Schulgebäude, welches nur von Links oder Rechts als Zutritt zu den Klassenzimmern genutzt werden kann und die Klassenzimmer ohne einen Flur oder ähnliches verbindet und man nur von Raum zu Raum durch die Klassenzimmer gehen kann, ist nicht mehr zeitgerecht. Brandschutztechnisch scheint dies wohl in Ordnung zu sein, aber im Falle eines Falles haben wir da erhebliche Bauchschmerzen. Was aber wirkliche Probleme bereitet ist die Belüftung der Klassenzimmer. Fenster die ohne Gegenlüftung nur ca. 10 cm geöffnet werden können, weil die Fenster noch aus den 60er Jahren stammen, erzeugen eine Raumluft, die einen Erwachsenen schon zu schaffen machen. Was sollen unsere Kinder erst dazu sagen. Auch ist an dieser Schule z.B. die Turnhalle nicht von der Schule getrennt, so dass Vereine, die die Sporthalle außerhalb der Schulzeiten nutzen, sich im Bereich der Schule bewegen und z.B. die Toiletten benutzen müssen. Vor über 7 Jahren wurde wohl mal beschlossen, dass dieser Bereich der Schule deswegen umgebaut werden soll, passiert ist leider nichts. 

All diese in Kurzform zusammengefassten Punkte zeigen auf, dass wir nicht nur schnellstmöglich endlich die Schullandschaft in Langenhagen neu aufbauen, gestalten aber auch Instand setzen müssen, sondern dass wir endlich massiv investieren müssen, um diese Situationen zu beenden.

Fazit:

Wir werden uns daher nicht nur für schnelle Entscheidungen einsetzen sondern auch eine eine Art Lebens-TÜV für die Schulen fordern, in denen für die Zukunft genau festgelegt ist, welche Maßnahmen in welchem Jahr durchgeführt werden sollen oder müssen. So und nur so kann man es aus unserer Sicht verhindern, dass, wie bisher geschehen, immer dann wenn etwas zur Renovierung aber auch Instandhaltung anstand, etwas anderes viel dringender gemacht werden musste und so jede Schule kontinuierlich in den Maßnahmen immer weiter nach hinten runtergerutscht ist.  Darüber hinaus ist es als Erstmaßnahme zwingend erforderlich dass sich Politik und Verwaltung schnell darüber einig werden, welche Maßnahme mit welcher Priorität in einer Prioritätenliste aufgenommen und dann unverzüglich umgesetzt werden müssen.