Langenhagens Schullandschaft entwickelt sich aufgrund von Ideologien der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und BBL zur Wüste

Was interessiert manche Langenhagener Parteien schon der Elternwunsch? Was interessiert diese Parteien eine Vielfalt und ein breites Angebot in der Schullandschaft? Glauben Eltern in Langenhagen wirklich, dass es manchen Parteien in Langenhagen nur um das Wohlergehen und der Individualität der Kinder geht?

Wer diese Fragen bisher nicht genau beantworten konnte oder die Antworten nicht wusste, kann diese Fragen seit der Ratssitzung am 04.06.2018 klar beantworten und es zeigt, wie diese Parteien denken bzw. vom Ansatz her ticken und welche Sichtweise gefälligst Realität zu sein hat.

„Kinder haben gefälligst alle gleich zu sein“. Unterschiede darf es nicht geben und Unterschiede gibt es nicht. Dies wird sich zukünftig auch in der Schullandlandschaft Langenhagens darstellen und widerspiegeln. Übrigens, wird ihnen dies von den oben genannten Parteien natürlich keiner wirklich genau so sagen, Ihr Handeln aber spricht deutlich gegen Sie. 

Vorab, die Ideologie hat gesiegt und mit 18 Ja Stimmen seitens der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und der BBL gegen 17 Nein Stimmen von CDU/AFD/WAL/FDP und den Unabhängigen sowie 1 Enthaltung wird sich Langenhagen von einem vielfältigen schulischen Angebot verabschieden und zur Einseitigkeitswüste entwickeln. 

Alles fing damit an, dass man die Förderschule (Gutzmannschule Langenhagen) zum Jahr 2021/2022 schließen wird. Diese Kinder sind nach Meinung dieser ideologieheischenden Parteien trotz oder gerade mit einem besonderen Förderbedarf, hier Sprache, auf einer normalen Schule im Rahmen der Inklusion natürlich besser aufgehoben. Die Begründung ist eindeutig: „Inklusion ist schließlich ein Menschenrecht und in der UN-Konvention festgeschrieben“. Da passt es, dass der Rat unter Tagungspunkt  Ö 28 am selben Tag eine Resolution zur Inklusion verabschiedet hat.

Um es deutlich zu sagen, diese Resolution ist grundsätzlich richtig und die Schulen müssen personell und finanziell in Niedersachsen endlich auf sichere Ausstattung und Füße gestellt werden. In diesem Zusammenhang  kommt jetzt aber wieder die Gutzmannschule ins Spiel, mit der alles zur Verödung der Schullandschaft begann.

Die neugewählte Landesregierung in Niedersachsen hat im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Förderschulen auch über das Jahr 2021/2022 hinaus bis zum Jahr 2028 geöffnet bleiben können.

Warum hat die Landesregierung in Niedersachsen dies wohl getan? Sie hat dies mit voller Absicht beschlossen, weil sie weiß und wusste, dass die Inklusion in der Realität noch mehr Zeit braucht. Viel mehr als dies, braucht die Inklusion aber Personal und sie braucht die Anpassung z.B. von Räumlichkeiten und dazu braucht sie viel Geld und viel Zeit. Viele Schulen haben z.B. keine Differenzierungsräume. Diese sind aber gerade im Rahmen der Inklusion sehr wichtig, da wir ja nicht nur körperlich Behinderte beschulen sondern auch geistig Behinderte, die z.B. eine Auszeit brauchen oder aber Individualförderung etc. Wir haben Schulen, in denen Kinder mit Rollstuhl, im ersten Stock nicht beschult werden können, weil die Gebäude keinen Fahrstuhl haben. Das ist ein Problem, wenn man in ein Chemielabor oder Physikraum im 1. Stock muss etc. Wir brauchen kleinere Klassenverbände und nicht 30 oder mehr Kinder in viel zu kleinen Klassenräumen. Die Anforderungen an die Schulen und die Lehrer wurden also über die Jahre immer mehr, während die Schulen teilweise auf dem Stand von 1960/1970 stehen geblieben sind und man mit der Einführung der Inklusion jetzt halt genau diese Probleme in der Praxis erkannt hat und damit Zeit zum durchatmen gewinnen wollte und will.

Genau diese Begründung aber erscheint den Parteien rund um die SPD, den Grünen aber auch der Linken in Langenhagen nicht logisch genug. Und somit haben genau diese Parteien mit Ihren Stimmen den Erhalt der Gutzmannschule über das Jahr 2021/2022 hinaus aufrechtzuerhalten, abgelehnt.  Das schlimme daran ist, dass diese Parteien anscheinend ja mutmaßlich wissen, was Realität ist, sonst hätten sie oben genannte Resolution unter Tagungspunkt Ö 28 am Montag, den 04.06.2018 (mehr Personal und finanzielle Mittel) wahrscheinlich nicht so überzeugend beschlossen.

Nur dieses Wissen aus der Resolution wird in der Realität mit diesen Parteien leider niemals ankommen und da der Aus- und Aufbau weiterer Schulen noch mindestens bis 2028 dauern wird (wahrscheinlich eher länger), bedeutet dies, dass eine ganze Generation an Kindern in Langenhagen unter diesem Wahnsinn,der Realitätsverweigerung und der aktuellen Situation weiterhin leiden müssen. 

Im übrigen heißt es in der Resolution abschließend: „……..mit der Ihre schulische und soziale Entwicklung ausreichend gefördert werden kann.“ Es ist beachtlich wenn wir jetzt schon nur noch eine ausreichende Förderung fordern. Schulisch gesehen ist ausreichend eine „4“. Das kann doch nun wirklich nicht das Ziel sein. Oder? Aber das ist ein anderer Punkt.

Das die Inklusion jedoch in vielen Bereichen nicht noch mehr gescheitert ist, ist nur aufgrund vieler engagierter Lehrerinnen und Lehrer, welcher  sich wie ein roter Faden durch den Unterrichtsalltag zieht, geschuldet und nur diese halten mit Ihrem Engagement und ihrem Berufsverständnis das System wirklich am laufen. Respekt an alle, die wie der Mann aus La Mancha als Don Quichote gegen Windmühlen kämpfen und ein aufrichtiges Danke schön an eben diese mutigen Alltagskämpfer. 

Und so leben und leiden diese Lehrkräfte in Wirklichkeit im Alltag unter viel zu großen Klassenverbänden, fehlenden Räumlichkeiten, fehlendem Material, fehlenden Förderschullehrern und Förderschulstunden aber auch fehlenden Integrationsassistenzen und und und.

Die Schulen sind in Wirklichkeit also für den gewünschten Inklusionsansatz teilweise nicht ausgestattet oder aber ausreichend unterstützt. Von daher wäre es mehr als sinnvoll gewesen, dass die Gutzmannschule mit Ihrer Verlängerung bis zum Jahr 2028, eben auch Langenhagens Schulen Zeit zum durchatmen und zur Neuaufstellung gegeben hätte.

Doch wie gesagt, all das sind keine wirklichen Argumente gewesen und selbst die Elternvertreter die immer wieder die Einwohnerfragestunde genutzt haben, um schon fast bettelnd und flehend die Verlängerung zu erbeten, wurden nicht gehört und sind auf sich alleine gestellt. Denn eins muss allen Eltern klar sein: Die Probleme haben nachher unsere Kinder und dann damit auch die Eltern und nicht irgendwelche Parteien, die meinen aus ideologischer Sicht zu wissen, was gut für unsere oder besser Ihre Kinder ist.

Aber warum wird deswegen jetzt Langenhagens Schullandschaft veröden?

Gifhorn hat ca. 42.000 Einwohner. Gifhorn hat 2 Hauptschulen, 3 Realschulen, 2 Gymnasien und 2 IGS´en.

Peine hat ca. 50.000 Einwohner. Peine hat 4 gemischte Haupt- und Realschulen, 1 Realschule, 3 Gymnasien, 3 IGS´en und 1 IGS mit gymnasialem Zweig.

Langenhagen hat ca. 56.000 Einwohner, Langenhagen hat 1 Gymnasium, 2 IGS´en,  1 Realschule und die Gutzmannförderschule . ABER ACHTUNG: NOCH. Denn der Rat hat eben gestern mit oben genannten 18 Stimmen beschlossen, neben der Entscheidung zur Gutzmannschule, dass die Realschule in eine IGS umgewandelt werden soll. 

Langenhagen hat dann: 1 Gymnasium und 3 IGS´en.

Nach vielfältiger Schul- und Bildungslandschaft sieht das doch nun nicht wirklich aus. Oder? Und es kommt noch schlimmer. Mit dem Beschluss bedeutet dies auch, schon fast automatisch, dass es in Langenhagen keine Halbtagsschule mehr unter den weiterführenden Schulen geben wird. Eltern, die also eine Halbtagsschule brauchen oder sich für Ihre Kinder wünschen werden in Langenhagen dann nicht mehr fündig. Ganz besonders davon betroffen sein werden, gerade die, mit denen man es doch so gut meinte. Die Inklusionskinder. Es bleibt zu hoffen, dass es nur wenige sind, die eben nicht in der Lage sind einen Ganztagsschulbetrieb zu leisten. Den diese Eltern werden bei dieser unverantwortlichen Schullandschaftsödnis schnell an Ihrer Grenzen stoßen. Aber dann helfen bestimmt die davon auch so überzeugten Parteien gerne weiter. 

Im übrigen gab es auch gestern wieder Elternvertreter im Rat, die sich in der Einwohnerfragestunde, dringend für den Erhalt der Realschule ausgesprochen und eindringlich darum gebeten haben. In der Diskussion des Rates, spielte das dann aber nur für die WAL eine Rolle. Alle anderen waren in der Einwohnerfragestunde aber auch in der Diskussion dazu abgetaucht. SPD, Bündnis 90/ die Grünen, die Linke und die BBL wissen halt was besser für diese Elternvertreter ist.

Letztendlich bleibt es abzuwarten, wie es sich in der Realität entwickelt.  Aber egal was passiert, es kann dann keiner mehr sagen, wir haben das nicht gewusst. Wir, als WAL werden auf jeden Fall dafür eintreten, dass sich schon jetzt absehbare negative Folgen sofern es änderbar ist, in der Zukunft dadurch vermeiden lassen und der Elternwille in den Rat getragen und gehört wird. 

 

 

 

Was ist mit den Preisen bei der EPL? WAL stellt Ratsanfrage.

Was ist eigentlich bei der EPL los? In den letzten Wochen gab es in der Bild-Zeitung, der HAZ- Nord aber auch dem Langenhagener Echo mehrere Berichte zum Energie-Projekt Langenhagen (EPL). Hintergrund ist die Sektoruntersuchung des Fernwärmemarktes in Niedersachsen. Die Landeskartellbehörde hat sich aufgrund der geringen Wettbewerbsintensität bis hin zum Fehlen eines Wettbewerbs diesen Markt näher angeschaut und die Monopolstellungen dieser Unternehmen untersucht.  Die Landeskartellbehörde ist dabei Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern aus Niedersachsen nachgegangen, da ihr vermeintlich überhöhte Fernwärmepreise und damit verbundene Beschwerden gemeldet wurden. 

Nun meldete am 21.02.2018 die Bild-Zeitung für die Region Hannover mit der Überschrift: „Wucher? Energie-Versorger müssen Preise senken“.  Und am 22.02.2018 konnte man schon Online bei der HAZ unter dem Artikel: „EPL senkt Preise für das Weiherfeld“ lesen,  dass das Landeskartellamt ein seit 4 Jahren währendes Verfahren unter anderem auch gegen die EPL zur Preisabsprache eingestellt hat. Ebenfalls am 22.02.18 meldete das Langenhagener Echo, dass die „EPL-unter Beschuss“ ist. 

Viel wurde daraufhin spekuliert und im Endeffekt gilt seit dem 01.01.18 für die EPL eine neue Preisliste die eine Reduzierung der Preise vorsieht und diese Preise gleichbleibend auch für 3 Jahre verspricht. Die sei Teil der Abmachung mit der Landeskartellbehörde gewesen, so wird der Geschäftsführer der EPL in einigen Artikeln zitiert. Das bedeutet für das Weiherfeld, dass alle angebundenen Haushalte einen Preis von 6,40 Euro pro Kilowatt bezahlen müssen. Bei einem Verbrauch von 8 Kilowatt pro Jahr bedeutet dies also 6,40 x 8 = 51,20 Euro. Teilt man dies auf das Jahr auf, bedeutet dies eine Reduzierung von 4,27 Euro pro Monat. 

Aber ist das jetzt auch ein fairer und der Situation angepasster Preis? Was ist denn jetzt eigentlich wirklich gewesen? Warum wird diese Vereinbarung auf der Website der EPL so verkauft als wären die Preise aufgrund gesunkener Rohstoffpreise angepasst worden? Wurden eigentlich die jeweiligen Bestimmungen bei einer Preiserhöhung berücksichtigt?z.B. dem Prüfen von Rationalisierungsmöglichkeiten gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs? Ist die Preisgestaltung eigentlich Transparent und kann sie vom Endkunden auch nachvollzogen werden? Warum mussten die Preise bei der EPL eigentlich trotz sinkender Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt angehoben werden? Wurde zu teuer eingekauft? Oder partizipieren die Endkunden nicht von den gesunkenen Preisen? All das sind Fragen, die der WAL auf den Nägeln brennen und darum haben wir gemäß unserer politischen Möglichkeiten eine Ratsanfrage gestellt und werden diesen Vorgängen weiter auf den Grund gehen.

Die Fragen finden sie in dem beigefügten Link und wir halten Sie auf dem Laufenden. 

RATSANFRAGE DER WAL zum THEMA

Was ist denn jetzt der Sachstand mit der Feuerwehr in Kaltenweide und Krähenwinkel?

Manchmal muss man sich verwundert die Augen reiben. Aufgrund der schon lang nicht mehr hinnehmbaren Situation an der Zellerie in Kaltenweide, ist man sich seit Jahren einig, dass die Ortsfeuerwehr Kaltenweide einen neuen Standort braucht, um, 1. die Zellerie zu entlasten und 2. die Ortsfeuerwehr Kaltenweide auch so aufzustellen und auszustatten, dass diese auch den zukünftigen Aufgaben gerecht werden kann. Und von Anfang an stand fest, dass ohne eine Verlegung des Feuerwehrhauses eine Erweiterung der Grundschule Kaltenweide und eine Entlastung der Zellerie nicht umsetzbar sein wird.

Dazu sollte die Ortsfeuerwehr Kaltenweide schon damals den von Ihr präferierten Standortwunsch, sofern baurechtlich machbar, auch bekommen. Schon mit dem damaligen Ortsbrandmeister wurde dafür das Grundstück des ehemaligen NP-Marktes besprochen und auch eine mögliche Machbarkeit erörtert. 

Und genau deshalb wurde durch die Stadt Langenhagen schon damals das Grundstück mit dem ehemaligen NP-Markt gekauft. Nun kam leider die Flüchtlingskrise dazwischen und es mussten aufgrund fehlender Unterkunftskapazitäten bis zu 40 Somalier in diesem Gebäude untergebracht werden.

In dieser Zeit schien es so, als würde das Projekt Feuerwehr etwas ruhen, dem war aber nicht wirklich so, sondern die Verwaltung nutzte die Zeit und erarbeitete auch im Auftrag einiger Parteien des Rates mögliche Ausweichstandorte, denn man konnte ja nie wissen, wie es mit der Notwendigkeit der Unterbringung von Flüchtlingen weitergehen wird. Und so kam es, dass die Verwaltung sehr gewissenhaft mögliche weitere Standorte prüfte und dass ein Vorschlag davon auch die Verlegung an den Kreisel bei der dortigen Biogasanlage enthielt. 

Was dann folgte ist eigentlich schwer zu erklären und am besten mit den Sprichwort: „Zu viele Köche verderben den Brei“ zu beschreiben und fast wöchentlich machten neue Gerüchte die Runde. Die Stadtfeuerwehr will den Standort Kreisel an der Biogasanlage, die Ortsfeuerwehr weiter auf das Grundstück auf dem ehemaligen NP-Markt und wieder andere dachten über eine Zusammenlegung der Feuerwehren wie in Engelbostel und Schulenburg nach. Gerüchte wohl gemerkt.

Und welche Situation haben wir jetzt? Richtig: Gehen wir doch einfach noch mal 3 Jahre  (DREI JAHRE, eine unglaublich lange Zeit) zurück und stellen fest, dass wir noch immer nur über den Standort am ehemaligen NP-Markt reden. Fairerweise muss man natürlich dazu sagen, dass es bei allen Standorten immer zu prüfen ist, ob das Grundstück eine notwendige Bebauung auch möglich macht. Und genau da sind wir leider noch immer. Das Grundstück des ehemaligen NP-Marktes ist nicht, wie zuerst gedacht, optimal und wir brauchen mehr Platz. (Stichwort An- und Abfahrt, Parkmöglichkeiten der Einsatzkräfte etc.) Das mögliche Grundstück für eine Erweiterung gehört aber nun mal nicht der Stadt und müsste gekauft werden. Dazu gehört auch, erstmal festzustellen, ob der derzeitige Eigentümer denn überhaupt verkaufen möchte und ob die Auflagen auf diesem Grundstück (Überschwemmungsgebiet) trotzdem eingehalten werden können.  Dazu laufen auch schon viele Gespräche im Hintergrund. Und um nicht noch mehr Zeit zu verlieren, ist es natürlich wichtig neben all diesen Punkten auch Ausweichmöglichkeiten zu prüfen, falls das Gelände nicht geeignet ist oder der Eigentümer z.B. nicht verkaufen möchte. Und genau diese Punkte wurden wohl bisher leider nicht richtig kommuniziert und so konnten sich auch die dazu notwendigen Auseinandersetzungen mit den Vor- und Nachteilen als Brocken oder Gerüchte verbreiten und sorgten verständlicherweise auch für Missmut und daher hat der Ortsrat Kaltenweide beschlossen, die Vertreter der Feuerwehr zu einem persönlichen Austausch und zur Diskussion einzuladen.  Man kann durchaus darüber streiten, ob es nicht auch schneller gegangen wäre aber man darf dabei auch nicht vergessen, wie viele politische Vertreter im Ortsrat aber auch im Stadtrat sitzen und dass ein Austausch dann auch etwas länger dauert, da eben jeder komischerweise nur das Beste will, aber man damit teilweise Anwesende bei diesen Gesprächen auch mit vielen offenen Fragen oder Sorgen zurück lässt. Vielleicht ist weniger manchmal doch halt mehr und Koordination alles.

Die WAL hat von Anfang an gesagt: „Nur mit der Feuerwehr“ und dazu stehen wir auch. Wir maßen uns nicht an, Experten in etwas zu sein, was wir nicht sind. Vertrauen wir den Fachleuten und unseren leidenschaftlich engagierten ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr. Wer keine Zusammenlegung will, weil sie nicht zweckmäßig ist, bekommt Sie auch nicht und wer sagt, dass ein Grundstück nicht geeignet ist, dem vertraut man auch. Bringen wir also endlich gemeinschaftlich im Sinne aller die zweckmäßigste Lösung auf den Weg und nehmen wir die dafür Verantwortlichen auch mit.

Erstmalig wird in Langenhagen ein Beirat für Menschen mit Behinderung gewählt

In Langenhagen wird am Samstag, den 21.10.2017 erstmals ein Beirat für Menschen mit Behinderung gewählt. 

Wussten Sie, dass es in Langenhagen ca. 7.500 Menschen mit einer Behinderung gibt? Ich war von dieser hohen Zahl doch sehr überrascht und berücksichtigt man dabei, dass in diesem Zusammenhang ja auch oftmals Familienangehörige betroffen sind, die sich aufopfernd und liebevoll um Ihre Angehörigen kümmern, dann reden wir von ca. 25% aller Langenhagener, die unmittelbar oder mittelbar von einer Behinderung und den täglichen Herausforderungen betroffen sind.

Aber „Behinderung ist nicht gleich Behinderung“. Manche sind körperlich behindert, wie z.B. Blind oder sitzen im Rollstuhl. Manche haben nur Bewegungseinschränkungen durch einen Schlaganfall und andere wiederum sind ohne Fremde Hilfe nicht einmal mehr in der Lage selbstständig zu essen oder die Notdurft zu verrichten, weil sie z.B. an Demenz erkrankt sind, eine Krankheit die leider immer weiter um sich greift und in der Zukunft  immer mehr erhebliches soziales Engagement aber auch geschultes und fair entlohntes Pflegepersonals bedarf. 

Und dann ist dort noch das Zauberwort Inklusion, was vieles in einem ersten Ansatz mit der Schule und Schülerinnen und Schülern in Verbindung bringen. Aber auch nach der Schule bedarf es im Arbeitsleben neben der Integration auch die Inklusion in den Arbeitsalltag.  Kein Mensch soll mehr aufgrund einer körperlichen oder seelischen Behinderung aus dem Alltag und dem Leben ausgeschlossen werden. 

Darum hat der Rat der Stadt Langenhagen die Einrichtung eines Beirats für Menschen mit Behinderung beschlossen, der am Samstag, den 21.10.2017 erstmals gewählt werden soll. Aufgabe des Beirats ist, Rat, Stadtverwaltung und Öffentlichkeit auf die Interessen und die Belange von Menschen mit Behinderungen, unter Berücksichtigung aller Bereiche von Behinderungen, aufmerksam zu machen und auf ihre aktive Teilhabe am Leben in der
Gesellschaft hinzuwirken.

Im Einzelnen hat der Beirat u.a. folgende Aufgaben:


• Sammlung von Interessen und Nöten der Menschen mit Behinderungen und Weiterleitung zur Hilfe an die Politik und/oder dafür zuständige Institutionen
• Beratung von Rat, Verwaltungsausschuss und Verwaltung der Stadt Langenhagen in Behindertenfragen und Fragen der Inklusion
• Einbringung von Anträgen, Empfehlungen und Stellungnahmen
• Entwicklung von Lösungen in Kooperation mit Dienstleistern und ehrenamtlichen Gremien
• Anregungen für Konzepte, Projekte und Aktionen an den Rat, an Fachausschüsse und auch Unternehmen und Institutionen (z.B. Inklusion im Sport, in Wohnprojekten; Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und in öffentlichen Gebäuden, insbesondere
Schulen)
• Entsendung von Mitgliedern in die Fachausschüsse des Rates zur Beratung und Information

Wir reden hier also davon, dass Menschen mit einer Behinderung aber auch Angehörige sowie amtlich bestellte Betreuer die Möglichkeit haben, aktiv mitzugestalten und Ihre Alltagserfahrungen aber auch Sorgen und Nöte gegenüber dem Rat darzustellen und so zu erreichen, dass Mängel abgestellt oder aber Verbesserungen im Alltag  erreicht werden können. Der Beirat wählt dazu 8 Vertreter, welche mindestens einen Behinderungsgrad von 30% haben. Die Verteilung soll wenn möglich paritätisch erfolgen. Und diese Wahl ist am Samstag, den 21.10.2017 ab 15.00 Uhr im Rathaus. Wer sich noch aktiv zur Wahl stellen will kann auch noch am Samstag um 14.00 Uhr im Rathaus seine Bewerbungsunterlagen abgeben und sich zur Wahl aufstellen lassen. Wichtig ist aber auch, dass möglichst viele Menschen mit einer Behinderung zu dieser Wahl gehen und Ihre Vertreter auch wählen. 

Hier finden Sie den Link zur Wahl des Beirats sowie weitere Informationen:

http://www.langenhagen.de/Der-Beirat-f%C3%BCr-Menschen-mit-Behinderungen-wird-am-Samstag-21-Oktober-gew%C3%A4hlt.php?object=tx,1620.19.1&ModID=7&FID=1620.6610.1&mNavID=1620.26&La=1

Hier ist der Link zum aktuellen Flyer für die Wahl zum Beirat für Menschen mit Behinderung:

http://www.langenhagen.de/PDF/Flyer_zur_Beiratswahl_f%C3%BCr_Menschen_mit_Behinderungen.PDF?ObjSvrID=1620&ObjID=9361&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=

 

 

Oberschule mit gymnasialem Zweig oder doch lieber noch eine IGS?

Was wollen eigentlich die Eltern? Welches Angebot fehlt noch in der Schullandschaft Langenhagens? Wie soll das Angebot an Schulen in Langenhagen in der Zukunft aussehen? 

Am 25. September wurden im Rat zwei Anträge beraten. Der eine war von der CDU, welcher für die Umwandlung der RKS in eine Oberschule mit gymnasialen Zweig plädierte und der andere Antrag war von der SPD, welcher die RKS in eine IGS umwandeln wollte. 

Politik muss zukunftsfähige Entscheidungen treffen und in dieser Ratssitzung sollten gleich zwei ganz wesentliche Entscheidungen getroffen werden, die Langenhagens Schullandschaft für sehr lange Zeit bestimmen würden.

1. CDU und SPD, beide wollten die Umwandlung der Robert-Koch-Realschule.                            2. Oberschule mit gymnasialen Zweig (CDU) oder doch eine dritte IGS (SPD)?

Wir von der WAL haben beiden Anträgen nicht zugestimmt und diese in Ihrer Form abgelehnt. Aber warum haben wir dies getan?

Wir halten die Umwandlung der RKS für einen politischen Denkfehler, der durch die beiden Parteien leider auch noch durch Einflüsse von außen aufgegriffen wurde und umgesetzt werden soll. In der Zukunft plant Langenhagen nach derzeitiger Schülerzahl mit 24 Zügen (24 Klassen pro Jahrgang) in den Schulen. 7 Züge statt jetzt 6 werden davon auf das Gymnasium entfallen. Die verbleibenden 17 Züge werden sich auf die beiden IGS`en verteilen, plus die zusätzlich zu schaffende Schule.

8 statt bisher 6 könnten an der IGS LGH geplant werden und 5 an der IGS-Süd. Damit wären noch 4 Klassen an der Robert-Koch-Realschule unterzubringen.

Aber was ist eigentlich wenn Planungstechnisch die Aufstockung an der IGS LGH von 6 auf 8 Züge nicht klappt oder nicht zeitgerecht umgesetzt werden kann? Oder es plötzlich doch 25 Züge pro Jahrgang werden? Dann muss die RKS mindestens diese 2 zusätzlichen Züge aufnehmen und würde damit 6 Klassen gleichzeitig haben. Schaut man sich jetzt die Gegebenheiten vor Ort an, stellt man fest, dass der Platz dafür nicht ausreicht. Wir wollen also eine Umwandlung an einer Schule, die nicht zukunftsfähig ist und müssten diese dann ausbauen.

Aber wie? Manch einer im Rat munkelt, dann bauen wir eben 2 Stockwerke oben drauf oder wir prüfen die Verfügbarkeit der KITA Veilchenstraße. (Achtung IRONIE: Vielleicht brauchen wir die dann ja nicht mehr!!) Anders rum gesagt: Der Rat sagt: „Wir bauen ein Gymnasium auf der freien Wiese, da bauen im Bestand doppelt so lange dauert wie auf der freien Fläche“ und plötzlich soll dies bei der Robert-Koch-Realschule nicht mehr gelten.  Und das keine darüber hinausgehenden Erweiterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, wird auch einfach so vom Tisch gewischt.

So geht es nicht. Das ist keine verantwortungsvolle zukunftsorientierte Politik für unsere Kinder. Von daher hat die WAL zwei weitere Grundstücke zur Prüfung vorgeschlagen, welche von den Parteien aber nicht mal geprüft wurden. Lieber stellt man zwei betagte Ackergäule in die Startbox und lässt die Rennpferde zum Start nicht zu. Mit der Ablehnung der Anträge muss der Rat sich jetzt nochmal mit den Standorten aber auch der Umwandlung beschäftigen und wir werden uns dafür einsetzen, dass alle zur Vernunft kommen und nochmal genau prüfen, wo und wie die Entwicklung der Schullandschaft für Langenhagen am sinnvollsten ist.

Aber was war jetzt nochmal mit der Oberschule mit gymnasialen Zweig oder der dritten IGS? Wir von der WAL sind grundsätzlich für eine Vielfalt in der Schullandschaft.

Allerdings sind dabei auch die Vor- und Nachteile für Eltern und die Schülerinnen und Schüler abzuwägen sowie die Auswirkungen zu berücksichtigen.  Die Oberschule hätte nur eine (1) Klasse gymnasialen Zweig. Welche Vor- oder Nachteile hätte dies? Was könnte diese 1 Klasse besser, was das Gymnasium nicht kann? Oder könnte diese eine Klasse Nachteile haben, weil bestimmte gymnasiale Bestandteile eben aufgrund der nur einen Klasse nicht richtig oder gar nicht abgebildet werden können? 

Und was bedeutet es noch, wenn wir eine Oberschule einrichten? Derzeit haben die IGSén eine Aufnahmeverpflichtung. Das heißt, es müssen die Bewerber angenommen werden, solange Platz da ist. Aber wie sieht das mit einer Oberschule aus? Diese Aufnahmeverpflichtung besteht dann nicht mehr. Das bedeutet, dass die Eltern Ihre Kinder an der IGS anmelden, sich dann aber einem Losverfahren zu stellen haben. Dazu werden Töpfe gebildet. Also ein 1er Topf, ein 2er Topf und so weiter. Und dann sagen die IGSén wir haben 300 Plätze und fangen an die Kinder aus dem ersten Topf zu ziehen und dann aus dem 2ten Topf und vielleicht noch welche aus dem 3ten Topf sofern noch Plätze übrig sind. Und dann? Dann werden alle anderen Kinder an die Oberschule gehen. Wir nennen dieses frei nach den Gebrüdern Grimm: Die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen. 

Wir müssen eine vielfältige Schullandschaft hinbekommen und dabei auch an die Bedürfnisse unserer Kinder denken. Ob jetzt IGS oder Oberschule mit gymnasialem Zweig mag mit Sicherheit auch eine ideologische Sichtweise berühren. Daraus dürfen sich aber auch und gerade unter Berücksichtigung der INKLUSION keine Nachteile für alle Kinder ergeben und so werden wir, so schwer es uns fällt, vermutlich der IGS mit allem Für und Wider den Vorrang geben. 

Dazu zählt aber auch: Keine Umwandlung der RKS. Es muss eine weitere Schule gebaut werden, die auch zukunftsfähig ist. Die genügend Platz und ausreichende Differenzierungsräume bietet und Klassengrößen ermöglicht die sich auf ein normales Maß von ca. 25 Kindern einpendeln.

Was es heißt keinen Platz zu haben, kann man an der Grundschule Kaltenweide sehen, wo man sich seit 10 Jahren von Jahr zu Jahr hangelt und immer wieder erzählt, dass die Schülerzahlen ja bald runtergehen werden. Politische Fehler dieser Art müssen zum Wohle unserer Kinder und da schon absehbar, grundsätzlich vermieden werden. 

Hier ist einer der Presseartikel:

 

 

Politik ist vielfältig. Rezeptbuch „Langenhagens Leibspeise“

Da sage doch noch mal einer, Politik kann nicht vielfältig sein. Per Mail wurden die Ratsmitglieder der Stadt Langenhagen von 4 Schülerinnen der IGS angeschrieben, welche derzeit an einem sozialen Projekt, hier: „Langenhagens Leibspeise“ arbeiten. Dazu wollen Sie ein „Kochbuch zum Mitmachen“ erstellen und dann Ende diesen Jahres dieses Buch verkaufen und den Erlös spenden.

Die Idee dahinter besagt in allererster Linie, das Essen Menschen zusammen bringt. Zudem ist es Bestandteil unseres Lebens und bringt Kommunikation. Um die besondere Vielfalt Langenhagens darzustellen, sind neben den Bürgern auch Altenheime  (hier um „Seelenessen“ als Tradition und Erinnerungen zu wahren) wie auch Migranten über „language cafes“ beteiligt.

Jeder Bürger Langenhagens kann dazu sein Lieblingsgericht an die E- Mailadresse: 

langenhagenerleibgerichte@web.de

schreiben und so zum Gelingen dieser tollen und herausragenden Idee beitragen.  Wir finden dies eine großartige Aktion und wünschen diesen engagierten und tatkräftigen Schülerinnen einen durchschlagenden Erfolg sowie das viel Geld als Erlös gesammelt werden kann. 

Auf jeden Fall werden wir uns Exemplare kaufen und diese Idee neben unserem Rezept tatkräftig unterstützen.

Andreas Eilers hat dazu sein Lieblingsgericht „Sheperd´s Pie“ beigetragen. 

Shepherd´s Pie ist ein traditionelles irisches Gericht und galt damals unter armen Leuten als eine Art Festmenü. Von da aus, hat es sich, in leichten Abwandlungen über die ganze Welt verteilt. In Australien heißt es z.B. Potato Top Pie, in der Türkei „Hasanpasa Köfte, in Frankreich „Hachis parmentier“ oder in der Nordamerikanischen Variante „Chinese Pie oder Cowboy Pie“. Auch gibt es eine vegetarische Variante dieses Menüs, wobei der Fleischanteil durch eine Lage dicke Bohnen oder andere proteinhaltige Gemüse ersetzt wird.

Es ist also für jeden was dabei. Viel Spaß beim nachkochen.

Den Link zum Rezept finden Sie hier: 

Anleitung zum Gericht Shepherds Pie

15 % Grenze bei den Hortplätzen für Langenhagen ist endlich wieder zurück genommen

Erinnern Sie sich? 2013 hatte der damalige Rat mit der Mehrheit der Stimmen der SPD und der Grünen beschlossen, dass alle Schulen in Langenhagen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden müssen. Gleichzeitig wurde dazu festgelegt, dass die Anzahl der Hortplätze maximal 15% betragen darf.

Am Montag, den 21.08.2017 hat der Rat mit den Stimmen der CDU, der WAL, der BBL,  AfD sowie den Unabhängigen genau diesen Beschluss wieder aufgehoben. Einzig SPD, Grüne und die Linke stimmten dagegen und wollten ihr damalig beschlossenes Zwangsmodell für die Eltern weiter aufrechterhalten. Es wurde in der Diskussion sogar die Forderung laut, dass der Rat jetzt sofort die verpflichtende Zwangsumwandlung in Ganztagsschulen beschließen kann. Noch deutlicher kann man seine Ideologie nicht zu Tage tragen. 

Es ist anders gekommen und endlich haben die Eltern wieder eine Wahlfreiheit und können für sich bzw. Ihre Kinder eine eigene Entscheidung treffen. Nämlich, ob Sie Ihr Kind lieber auf einer möglichen Ganztagsschule, einer normalen Schule ohne Hortplatz anmelden oder ob Sie Ihre Kinder im Anschluss an die Schule in die Hände von ausgebildeten und engagierten Erzieherinnen geben und lieber im Hort unterbringen.

Die Vorteile eines Hortes liegen auf der Hand. Ganztagsschule heißt Ganztagsschule, weil es eine Schule ist. Und Schulen machen in den Ferien nun mal zu. Einzig geschickte Verhandlungen durch die Schulleitung und dem Einsetzen des zur Verfügung gestellten Geldes können eine 2 – wöchige Öffnung während z.B. der Sommerferien eventuell ermöglichen. Die Horte dagegen haben eine Schließzeit aber in den Ferien ansonsten offen, so dass die Kinder hier auch weiter betreut werden, während die Eltern arbeiten müssen und keinen Urlaub bekommen. In den Osterferien sind z.B. 14 Tage Schulfrei. Davon werden in einer Ganztagsschule aber möglicherweise nur 2 Tage durch Angebote und Öffnung abgedeckt. Das hilft vielen Eltern nicht immer weiter, da ja dann immer noch 12 Tage zur Betreuung der Kinder abgedeckt werden müssen, in denen die Ganztagsschule nicht zur Verfügung steht. Die Horte dagegen sind in der Regel offen.

Darüber hinaus ist das im Hort eingesetzte Personal immer voll ausgebildet. Hier hat man es mit Fachkräften und ausgebildeten engagierten Erzieherinnen zu tun, während in der Schule die Schulleitung sich um die Einstellung von geeignetem Personal selbst kümmern muss. Dabei hat die Schulleitung natürlich nur ein bestimmtes Budget und mit diesem muss man dann auskommen.  Wie weit man damit kommt und Wen man dafür bekommt hängt dabei auch immer vom Planungs-, Organisations- und Geldgeschick der Verantwortlichen ab. 

Wir haben damit eines unserer Wahlversprechen eingelöst und wir freuen uns, dass den Eltern endlich wieder genau die Wahlfreiheit offen steht, die Sie sich wünschen. Das ist Politik von Bürgern für Bürger oder von Eltern für Eltern.

 

Weiherfelderweiterung OST. Das ist schon mehr als dreist!

Am 19.06.2017 wurde im Rat der Stadt Langenhagen gerungen und diskutiert. Am Ende stand die Weiherfelderweiterung OST gegen den Willen der Menschen fest. Das Weiherfeld OST soll erweitert werden, aber ERST in 10 Jahren. So war zumindest die Aussage. Vor 2027 keine weitere Ansiedlung und die komplette SPD und Teile der CDU nickten vor Selbstherrlichkeit zufrieden. 

Wir, als WAL, haben an diesem Abend vor vielen Dingen gewarnt. Vor fehlender Infrastruktur, dass die 150 Bauplätze erst der Anfang sind und der erste Schritt das Überschreiten der Altenhorster Strasse ist und danach dann der Rest des Baugebietes auch noch vollgebaut wird. Schließlich belehrte die SPD in Form des ehemaligen Ortsbürgermeisters von Kaltenweide an diesem Abend die Verweigerer der Weiherfelderweiterung immer wieder darüber, dass das Weiherfeld mal für 12.500 Menschen geplant wurde und erst 9000 erreicht sind. All die Gegenargumente wie Verkehr, Schule, Kinderarzt, noch offene zusätzlich belastende und noch in Erschließung befindliche Baugebiete, all dass wurde nicht gehört und gegen den Willen der Bürgerinnen und Bürger in Form der Erweiterung dann beschlossen.

Und jetzt? Nicht mal 2 Monate später muss man feststellen, dass die 10 Jahre wohl schon rum sind und die Grundschule Kaltenweide ausblutet. Dumm nur, dass die Kaltenweider von all diesen Sorgen in Wirklichkeit gar nichts merken. Die Grundschule Kaltenweide platzt nämlich schon seit Jahren aus allen Nähten und wird auch die nächsten Jahre, mindestens bis 2026 mit erheblichen Platzproblemen zu kämpfen haben und steuert auf eine 6 Zügigkeit zu, die gemäß Landesschulgesetz sogar verboten ist. Das alles kann man nachlesen, denn die Schülerentwicklungszahlen werden von der Stadt Langenhagen heraus gegeben und zur Entwicklung und den daraus resultierenden Maßnahmen wie Schulbauten, Schulplätze etc. heran gezogen. Erst 2031 könnte man eventuell mal darüber nachdenken, wenn die Schülerzahlen auf ca. 400 Schülerinnen und Schüler fallen.

Aber der Stadtbaurat der Stadt Langenhagen scheint dass irgendwie anders zu sehen und erzählt im Beisein der Region, die genau diese Baufelder so dringend forderte und will, dass wir in Kaltenweide an der Grundschule ausbluten. Wenn man keine Argumente mehr hat, dann muss man sich wohl welche suchen. Dumm nur, wenn diese dann soweit von der Realität abweichen und selbst dem letzten auffallen muss, dass die Kaltenweider kräftig an der Nase durch den Ring gezogen werden.

Dreist ist dabei nur, dass man nicht mal, wie von uns als WAL vermutet,  2 Jahre wartet um den Menschen dann zu erzählen, wie dringend man Baugebiete braucht und Langenhagen wachsen muss. Diese Aussage aber 2 Monate nach dem Beschluss schon zu präsentieren, zeigt wie weit man sich von den Menschen entfernt hat und was der Bürgerwille wirklich zählt.

Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der SPD oder der CDU und der Grünen? Lassen sich diese Parteien wirklich so vorführen? Oder steckt System dahinter und man glaubt, kurz vor der Bundestagswahl und der gleich folgenden Landtagswahl, so Wählerinnen und Wähler akquirieren zu können? Oder verzichtet man lieber auf die Stimmen aus Kaltenweide und hofft darauf die Stimmen von den zukünftigen Bauherren als Kompensation gewinnen zu können? Oder sind das alles nur Mutmaßungen und wir werden sehen wie genau diese Parteien jetzt die Verwaltung und damit auch den Stadtbaurat deutlich einnorden und den politischen Willen vorgeben. 

Liebe SPD, CDU und Grüne:

Man muss sich schon deutlich fragen: Welche Interessen vertretet Ihr eigentlich? Von wem wurdet Ihr gewählt? Oder versucht man hier schon mal Pfründe in der Zukunft zu sichern, wenn man dem Druck der Region so schnell nachgeben möchte?  Oder seid ihr jetzt genauso überrascht? Jetzt haben alle die Möglichkeit ihre Karten auf den Tisch zu legen. Wir werden auf jeden Fall genau das tun, was man von uns als Wählergemeinschaft erwartet und wofür wir  gewählt wurden. VERLÄSSLICHKEIT, EHRLICHKEIT und BÜRGERNÄHE.  Einige andere scheinen davon nämlich sehr weit entfernt zu sein.

Die Weiherfelderweiterung OST wird es mit uns so nicht geben.

 

 

 

 

Was macht die WAL eigentlich, wenn wir nicht gerade auf einer Sitzung sind?

In eigener Sache:

Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, was die WAL macht, wenn nicht gerade eine Rats- oder Ausschusssitzung statt findet? 

Sitzungen müssen natürlich vorbereitet werden. Die Punkte der Tagesordnungen werden von uns innerhalb der Wählergemeinschaft ausgewertet, abgestimmt und auf Ihre Folgen und Auswirkungen überprüft. Ständig steht dabei im Vordergrund welche Auswirkungen das für Langenhagen und die Bürgerinnen und Bürger hat und ob dies mehrheitlich gewünscht oder abgelehnt wird. Wir versuchen also die Meinung der Menschen zu erfassen und dann unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile die vernünftigste und bestmögliche Lösung zu unterstützen oder für die Zustimmung der anderen Parteien zu werben.

Daneben werten wir zusätzlich Ratsanfragen der Ratsmitglieder und die dazu gehörigen Antworten aus und prüfen, ob wir hier weiter ansetzen, weiter nachfragen, eine Entscheidung treffen oder aber einen weiteren Antrag einbringen müssen. 

Die Themen sind vielfältig. Schulbauten, Entwicklung der Schullandschaft, Busverbindungen, Neubau Spaßbad, Freibad, Vereine, preiswertes und auch altersgerechtes sowie soziales Wohnen und  Wohnungsbau, Sanierungsgebiete, Ansiedlung Gewerbegebiete und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur sind nur einige wenige Themen mit denen wir uns tagtäglich befassen.

Darüber hinaus wenden sich natürlich auch viele Bürgerinnen und Bürger an uns oder aber alle Parteien und tragen Ihre Probleme oder aber auch Sorgen und Nöte vor. Kein Freibad, die mögliche Gefahr der Schließung der Eishalle, Schwimmzeiten für die Schwimmsporttreibenden Vereine, die Verwendung von Mitteln aus dem Haushalt oder aber Berücksichtung von altersgerechten Notwendigkeiten, wie Barrierefreiheit etc. sind da ebenfalls nur einige Beispiele. 

Desweiteren liegen uns die vielen unermüdlichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer Langenhagens am Herzen und die Unterstützung dieser. Auch hier liegt ein klarer Schwerpunkt unserer Tätigkeit. Wie können wir wo zweckmäßig und sinnvoll unterstützen, vermitteln, Anträge auf Unterstützung einbringen oder aber auch helfen. Dazu gehören auch Danksagungen oder aber als Ansprechpartner vor Ort zuzuhören und Anstöße oder Anregungen aufzunehmen.

All dies beschreibt in Kürze womit wir uns jeden Tag befassen und beschäftigen und selbstverständlich könnte man jetzt noch unendlich mehr auflisten oder aufzählen. Wir setzen uns also aktiv jeden Tag für Langenhagen und die Menschen ein und sind nah am Bürger dran, um Probleme zu lösen oder zu unterstützen. 

Wenn Sie weitere Fragen haben oder aber bestimmte Punkte einfach nur mal anstoßen oder ansprechen möchten, dann freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung oder Kontaktaufnahme. Wir freuen uns von Ihnen zu hören. IHRE WAL

Da vieles im Hintergrund geschieht und um Dinge für die Menschen in Langenhagen über unser Verständnis einer aktiven Ratsarbeit deutlich zu machen, ein Beispiel unserer letzten Danksagung an Frau und Herrn Könneke, Gründungsmitglieder der Lernhilfe und seit über 10 Jahren aktive engagierte ehrenamtliche Einwohner von Kaltenweide.

Sehr geehrte Frau Könneke, sehr geehrter Herr Könneke,

vor über 10 Jahren haben Sie die Lernhilfe gegründet und durch Ihr persönliches ehrenamtliches Engagement vielen Kindern bei der so wichtigen Integration geholfen. Sie haben nicht geredet sondern aktiv angepackt. Sie haben das Zepter in die Hand genommen und vermutlich haben Sie sich selbst sich nicht vorstellen können, dass sich daran einmal 20 Ehrenamtliche beteiligen und teilweise bis zu 35 Schüler jedes Schuljahr ihre Hilfe in Anspruch nehmen möchten oder müssen.  Sie haben damit über viele Jahre jungen Menschen und Kindern geholfen und damit nicht nur zur aktiven Integration sondern auch zur Prägung des Bildes von Kaltenweide aber auch Langenhagen beigetragen.

Die WAL bedankt sich ausdrücklich bei Ihnen für diese außergewöhnlich ehrenamtliche Leistung und wünscht Ihnen beiden auch weiterhin ganz besonders Gesundheit,  lange Lebensfreude  und dass Sie mit Ihrer umfangreichen Lebenserfahrung auch weiterhin mit Ratschlägen und Hinweisen für die nachfolgenden Generationen als Vorbild zur Seite stehen.

Im Namen aller Kinder und Jugendlichen sagen wir nochmals ausdrücklich Danke schön.

Weiherfelderweiterung OST? Was zählt eigentlich der Bürgerwille?

Am 19.06.2017 hat der Rat der Stadt Langenhagen zum Thema Weiherfelderweiterung OST getagt und genau den Fehler gemacht, der schon zu oft im Rat  gemacht wurde.  Das was den Bürger als Schuh drückt, war auch an diesem Abend nebensächlich, denn die Parteien rund um die SPD, die Linke aber auch Teile der CDU sowie den Grünen wollten die Erweiterung und von vorne herein war klar, dass der Bürgerwille und die damit verbundenen Sorgen und Nöte nicht zählen werden. Schon die Einwohnerfragestunde war spannend und aufschlussreich zugleich. Der Ratssaal war bis auf den letzten Platz gut gefüllt und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus den Ortschaften von Kaltenweide, Altenhorst, Twenge etc. haben schon vor der Entscheidung ihren Unmut und Ihre Sorgen bei einer möglichen Weiherfelderweiterung OST dargelegt. 

In der dann folgenden Aussprache zeigte sich deutlich was die vertretenen Parteien im Rat vom Bürgerwillen aber auch den vorgetragenen Sorgen in der Einwohnerfragestunde halten. Die Antwort ist eindeutig: Nicht viel. Am Ende wurde mit den gesamten Stimmen von SPD, Die Linke, und Teilen der CDU unter Enthaltung der Grünen die Weiherfelderweiterung beschlossen.  Wobei die Grünen damit nur Kosmetik betrieben haben. Sie waren ebenfalls für den Kauf der Grundstücke und der Entnahme aus dem Landschaftschutzgebiet durch Flächenbevorratung. Der Erhalt von Landschaftsschutzgebieten war eigentlich bisher ein Kernthema der Grünen.  Aber Sie wussten, dass es auch mit der Enthaltung ihrer Stimmen zum positiven Beschluss kommt. Aber so kann man später ja vielleicht nochmal anders argumentieren.

Schon einmal, vor über 10 Jahren hat der Rat bei der weiteren Erschließung des Weiherfeldes sämtliche Sorgen aber auch Probleme ignoriert und so zu den heutigen Problemfeldern in Kaltenweide geführt. Die Grundschule Kaltenweide ist zu klein, die Hortplätze aber auch Kindergartenplätze konnten nur unter erheblicher Anstrengung mit Containerlösungen geschaffen werden, die Zellerie und damit auch die Freiwillige Feuerwehr offenbar einen Problembereich in Kaltenweide. Das Kinderhaus sollte schon 2015 fertig sein. Der Schulweg über die Kananoher Strasse offenbart große Probleme und dass der Kinderarzt auch nur begrenzte Kapazitäten hat, musste jedem von vorne herein klar sein. So könnte man jetzt weiter fortfahren und aufzählen, dass die notwendige Infrastruktur mit dem Weiherfeld nicht mitgewachsen ist und in vielen Bereichen massiv hinter her hinkt oder man seit Jahren seitens des Rates darauf hofft, dass sich diese Probleme mit dem Aufwachsen der Kinder von alleine erledigen werden. Aber ist dem wirklich so?

Nun kommt ein weiteres Problem hinzu und man wird die oben genannten Parteien an Ihren Beschluss erinnern müssen, dass das Baugebiet dann auch erst in 10 Jahren erschlossen wird. Aber wird das helfen, wenn der Verkehr sich über das Nadelöhr Altenhorster Strasse oder den Hainhäuser Weg mit Bahnübergang auf beiden Strassen seinen Weg suchen muss? Es mag durchaus bezweifelt werden und in 10 Jahren wird dann jeder sagen, dass habe man so nicht kommen sehen, obwohl es vielfältige mahnende Stimmen bei der Abstimmung im Rat gegeben hat. Richtig spannend wird es dann, wenn es aufgrund der Entwicklung der Einwohnerzahlen einen weiteren Stopp der S4 im 20 Minutentakt geben muss bzw. wird.

Das 1. Ziel war das Überschreiten der Straße durch den Beschluss die Grundstücke kaufen zu dürfen. Zu Beginn dürfen sich 150 Bauherrinnen und -herren freuen. Das 2. Ziel wird die gesamte Bebauung der erworbenen Fläche sein. Man muss einfach nur aufmerksam  zuhören, wenn man schon fast belehrend durch die SPD mitgeteilt bekommt, dass derzeit nur 9000 Menschen im Weiherfeld leben und dass das Weiherfeld eigentlich für 12.500 Menschen geplant war. Die Hinweise sind also deutlich, was auf das Weiherfeld noch zukommen kann.

Man kann nur den Kopf schütteln wenn einige im Rat meinen, sie wüssten schon besser was für die Bürger gut ist und damit argumentieren, dass man Bauplanung nicht mit dem Bürger macht. Noch weiter kann man sich in der Kommunalpolitik von den Bürgerinnen und Bürger nicht entfernen. 2011 war die SPD mit 17, die Grünen mit 7 und die CDU mit 14 Ratsmitgliedern im Rat vertreten. Und heute? SPD 14, Grüne 4 und CDU 12. Da fragt man sich doch offen und ehrlich, wo ist der Lerneffekt der Parteien?

Es zeigt sich wie wichtig es ist, dass es Ratsmitglieder gibt, die den Willen der Bürgerinnen und Bürger noch vertreten und wissen, dass Kommunalpolitik nah am und mit dem Menschen gestaltet werden muss. Dafür stehen wir.