Rotierender Wechsel bei der Sprechstunde des Ortsbürgermeisters. Es war spannend und sehr interessant.

Am Freitag, den 07. Dezember war unser Ratsherr und stellvertretender Ortsbürgermeister in Kaltenweide Andreas Eilers beim rotierenden Wechsel der 3 gewählten Funktionsträger mit der regelmäßig stattfindenden Ortsbürgermeistersprechstunde von Kaltenweide an der Reihe.

Von 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr stand er Interessierten aber auch fragenden Bürgerinnen und Bürgern von Kaltenweide im persönlichen Gespräch zur Verfügung. 

Lange Schlangen bilden sich bei solchen Terminen in der Regel ja nicht,  wenn nicht etwas ganz besonderes die gesamte Ortschaft betrifft. Nichtsdestotrotz nehmen die Kaltenweider diesen Termin durchaus wahr und nutzen auch die Chance um das Gespräch zu suchen. 

Auch diesmal ließen es sich Bürger nicht nehmen und fühlten dem 2. stellvertretenden Ortsbürgermeister in der Verwaltungsstelle Kaltenweide durchaus auf den Zahn. 

Fragen, „wie man denn zu der Initiative für das Nachtflugverbot steht“, oder „ob man die Resolution für eine Klage gegen den Flughafen zum Nachtflugverbot befürwortet oder ablehnt“ oder „wie der Lärmschutz durch die Lärmbelastung durch die Autobahn reduziert werden kann“, waren genauso Themen, wie die Sorge, dass beim Bahnhof Kaltenweide nach Fertigstellung der Wohnhäuser nicht mehr genügend Parkplätze zur Verfügung stehen werden. 

Natürlich gab es auch Antworten. Ja, wir teilen die Sorge, dass die Parkplätze am Bahnhof nicht ausreichen werden und dass dies zu Problemen führen kann bzw. vermutlich leider auch werden wird. Eine Lösung für das Parkplatzproblem wird eine große Herausforderung. Und dann handelt es sich eigentlich auch um keine richtige Lösung sondern eine Art Gentleman Agreement. Die doch recht diffuse Planung der Wohngebäude und der Parkplätze am Kaltenweider Platz ist durch den Baubeginn nicht mehr rückgängig zu machen und man muss wieder kreativ werden, um eine Möglichkeit der Entlastung zu finden. Das Ausweichen auf den Privatparkplatz von REWE kann nicht die Lösung sein, dass belastet wiederum die nachbarschaftlichen Beziehungen und das muss auf jeden Fall vermieden werden.    

Zum Thema Flughafen und Nachtflugverbot sowie der Resolution der Linken (BD/2018/339) stehen wir als WAL klar und deutlich zu unseren Wahlaussagen. Eine Beteiligung an einem möglichen Klageverfahren von BON – HA kann und darf es durch die Stadt niemals geben. Damit sägen wir nicht nur am eigenen Ast auf dem wir sitzen, sondern gefährden Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und das gute Verhältnis zu den Firmen und Betreibern. Über 12.500 Arbeitsplätze partizipieren alleine außerhalb des Flughafens vom Flughafen. Darum haben wir gegen eine Beteiligung aber auch gegen die Resolution und gegen ein Nachtflugverbot gestimmt. Es gibt in diesem Zusammenhang kein Schwarz und Weiß und man muss auch die Töne dazwischen berücksichtigen und wahrnehmen. Gemeinschaftlich an einer Lösung zu arbeiten und sachlich zu diskutieren muss das Ziel sein. Daran arbeiten wir und dafür stehen wir. Die Linke, die SPD und die Grünen sehen das leider anders und haben für ein Nachtflugverbot votiert.  

Was den Autobahnlärm betrifft, so unterstützen wir den aktuellen Antrag (BD/2018/475) der CDU zur Lärmreduzierung auf der BAB 352 und der Prüfung, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung den Lärmpegel senken kann. Die Antwort steht leider noch aus. Aber sollte eine Geschwindigkeitsbegrenzung möglich sein, so werden wir dafür stimmen.

Es war eine spannende und eine sehr interessante Erfahrung durch die Ortsbürgermeistersprechstunde so mit den Kaltenweidern ins Gespräch zu kommen und ich bedanke mich ganz recht herzlich für das Interesse an unseren Ansichten, unserer Meinung und sage auch danke für das positive Feedback. Ich freue mich schon sehr auf das nächste Mal, stehe aber natürlich auch so jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. 

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