Eine Herzensangelegenheit. Unser Antrag für eine Rollstuhlschaukel und ein Rollstuhlkarrusell.

Wenn wir die Zeitung aufschlagen, lesen wir sehr oft etwas über neue Baugebiete in denen  seniorengerechtes und barrierefreies Bauen Bestandteil ist. Wenn der Rat der Stadt Langenhagen über Bauobjekte oder Baumöglichkeiten diskutiert, ist es Standard, dass man eben genau auf seniorengerechtes und barrierefreies achtet und dies als Auflage mit beschlossen wird. Es ist halt eine Selbstverständlichkeit und in allen Köpfen.

Wenn man allerdings mit seinem Kind auf dem Spielplatz verweilt, wird recht schnell deutlich, dass vieles eben noch nicht selbstverständlich ist. Spätestens dann, wenn Kinder aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht mit klettern können oder aufgrund des Rollstuhls nicht am spielen teilnehmen können, gerade genau dann wird deutlich, dass Inklusion in den Schulen und Kindergärten zwar in aller Munde ist, die Realität aber leider überall doch noch anders aussieht. 

Kinder können dann durchaus hart sein und den Spielgefährten im Rollstuhl eben stehen lassen, weil die Rutsche oder der Sandkasten dann doch interessanter ist. Dabei ist es ganz einfach auch hier Angebote zu schaffen und die Möglichkeit,  dass Kinder mit Einschränkungen nicht mehr nur am Spielfeldrand stehen müssen, wenn es in den Sandkasten oder an die Schaukel geht.

Es war daher unser Herzenswunsch dies zu ändern und wir sind glücklich, dass ein erster richtiger und wichtiger Schritt dazu gemacht wurde. Wir haben einen Antrag auf zwei Rollstuhlschaukeln und zwei Rollstuhlkarussels gestellt und in den verschiedenen Ausschüssen, wie dem Beirat für Menschen mit Behinderung oder dem Ausschuss für Soziales unsere Beweggründe vorgetragen und um Unterstützung geworben und gerungen. Kleine Änderungen wurden gemacht und schlussendlich hat der Rat der Stadt Langenhagen mit nur einer Enthaltung unserem Antrag zur Anschaffung und Errichtung einer Rollstuhlschaukel und eines Rollstuhlkarussels zugestimmt und die Verwaltung ist jetzt damit beauftragt im Bereich des Mehrgenerationenpfads im Eichenpark einen Bereich dafür zu identifizieren und das Gerät aufzustellen.

Es war uns wichtig, dass die beiden Spielgeräte nicht an getrennten Standorten aufgebaut werden, sondern sich an einem Ort befinden, da es sich hier um getrennte Formen des gemeinsamen Spielens handelt. Wenn diese Spielgeräte gut angenommen werden, dann werden wir weiter daran arbeiten, dass alle neuen oder zu modernisierenden Spielplätze ebenfalls ein solches Angebot enthalten.

In einem nächsten Schritt werden wir uns auch dafür einsetzen, dass der Sandkasten mit speziellem Bodenplatten, sogenannten EPDM Platten ausgelegt wird. Kinder können dann mit dem Rollstuhl ebenfalls am oder im Sandkasten spielen und wenn man die Platten einmal um den gesamten Sandkasten oder Spielplatz legt, können alle um den Sandkasten herumtoben und z.B. fangen spielen.

Wir freuen uns schon riesig darauf viele glückliche und lachende Kinder spielen zu sehen und freuen uns, dass der Rat diesem besonderem Herzenswunsch ohne Diskussion zugestimmt hat. 

Den Link zum Antrag finden Sie hier:  

https://ris.langenhagen.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1002183

Die Presseartikel finden Sie hier:

https://www.haz.de/Umland/Langenhagen/Langenhagen-Erster-Spielplatz-fuer-Kinder-im-Rollstuhl-geplant

https://www.extra-verlag.de/langenhagen/kurzgemeldet/ein-inklusives-projekt-d107906.html

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