Langenhagens Schullandschaft entwickelt sich aufgrund von Ideologien der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und BBL zur Wüste

Was interessiert manche Langenhagener Parteien schon der Elternwunsch? Was interessiert diese Parteien eine Vielfalt und ein breites Angebot in der Schullandschaft? Glauben Eltern in Langenhagen wirklich, dass es manchen Parteien in Langenhagen nur um das Wohlergehen und der Individualität der Kinder geht?

Wer diese Fragen bisher nicht genau beantworten konnte oder die Antworten nicht wusste, kann diese Fragen seit der Ratssitzung am 04.06.2018 klar beantworten und es zeigt, wie diese Parteien denken bzw. vom Ansatz her ticken und welche Sichtweise gefälligst Realität zu sein hat.

„Kinder haben gefälligst alle gleich zu sein“. Unterschiede darf es nicht geben und Unterschiede gibt es nicht. Dies wird sich zukünftig auch in der Schullandlandschaft Langenhagens darstellen und widerspiegeln. Übrigens, wird ihnen dies von den oben genannten Parteien natürlich keiner wirklich genau so sagen, Ihr Handeln aber spricht deutlich gegen Sie. 

Vorab, die Ideologie hat gesiegt und mit 18 Ja Stimmen seitens der SPD, Bündnis 90/Die Grünen, die Linke und der BBL gegen 17 Nein Stimmen von CDU/AFD/WAL/FDP und den Unabhängigen sowie 1 Enthaltung wird sich Langenhagen von einem vielfältigen schulischen Angebot verabschieden und zur Einseitigkeitswüste entwickeln. 

Alles fing damit an, dass man die Förderschule (Gutzmannschule Langenhagen) zum Jahr 2021/2022 schließen wird. Diese Kinder sind nach Meinung dieser ideologieheischenden Parteien trotz oder gerade mit einem besonderen Förderbedarf, hier Sprache, auf einer normalen Schule im Rahmen der Inklusion natürlich besser aufgehoben. Die Begründung ist eindeutig: „Inklusion ist schließlich ein Menschenrecht und in der UN-Konvention festgeschrieben“. Da passt es, dass der Rat unter Tagungspunkt  Ö 28 am selben Tag eine Resolution zur Inklusion verabschiedet hat.

Um es deutlich zu sagen, diese Resolution ist grundsätzlich richtig und die Schulen müssen personell und finanziell in Niedersachsen endlich auf sichere Ausstattung und Füße gestellt werden. In diesem Zusammenhang  kommt jetzt aber wieder die Gutzmannschule ins Spiel, mit der alles zur Verödung der Schullandschaft begann.

Die neugewählte Landesregierung in Niedersachsen hat im Koalitionsvertrag vereinbart, dass Förderschulen auch über das Jahr 2021/2022 hinaus bis zum Jahr 2028 geöffnet bleiben können.

Warum hat die Landesregierung in Niedersachsen dies wohl getan? Sie hat dies mit voller Absicht beschlossen, weil sie weiß und wusste, dass die Inklusion in der Realität noch mehr Zeit braucht. Viel mehr als dies, braucht die Inklusion aber Personal und sie braucht die Anpassung z.B. von Räumlichkeiten und dazu braucht sie viel Geld und viel Zeit. Viele Schulen haben z.B. keine Differenzierungsräume. Diese sind aber gerade im Rahmen der Inklusion sehr wichtig, da wir ja nicht nur körperlich Behinderte beschulen sondern auch geistig Behinderte, die z.B. eine Auszeit brauchen oder aber Individualförderung etc. Wir haben Schulen, in denen Kinder mit Rollstuhl, im ersten Stock nicht beschult werden können, weil die Gebäude keinen Fahrstuhl haben. Das ist ein Problem, wenn man in ein Chemielabor oder Physikraum im 1. Stock muss etc. Wir brauchen kleinere Klassenverbände und nicht 30 oder mehr Kinder in viel zu kleinen Klassenräumen. Die Anforderungen an die Schulen und die Lehrer wurden also über die Jahre immer mehr, während die Schulen teilweise auf dem Stand von 1960/1970 stehen geblieben sind und man mit der Einführung der Inklusion jetzt halt genau diese Probleme in der Praxis erkannt hat und damit Zeit zum durchatmen gewinnen wollte und will.

Genau diese Begründung aber erscheint den Parteien rund um die SPD, den Grünen aber auch der Linken in Langenhagen nicht logisch genug. Und somit haben genau diese Parteien mit Ihren Stimmen den Erhalt der Gutzmannschule über das Jahr 2021/2022 hinaus aufrechtzuerhalten, abgelehnt.  Das schlimme daran ist, dass diese Parteien anscheinend ja mutmaßlich wissen, was Realität ist, sonst hätten sie oben genannte Resolution unter Tagungspunkt Ö 28 am Montag, den 04.06.2018 (mehr Personal und finanzielle Mittel) wahrscheinlich nicht so überzeugend beschlossen.

Nur dieses Wissen aus der Resolution wird in der Realität mit diesen Parteien leider niemals ankommen und da der Aus- und Aufbau weiterer Schulen noch mindestens bis 2028 dauern wird (wahrscheinlich eher länger), bedeutet dies, dass eine ganze Generation an Kindern in Langenhagen unter diesem Wahnsinn,der Realitätsverweigerung und der aktuellen Situation weiterhin leiden müssen. 

Im übrigen heißt es in der Resolution abschließend: „……..mit der Ihre schulische und soziale Entwicklung ausreichend gefördert werden kann.“ Es ist beachtlich wenn wir jetzt schon nur noch eine ausreichende Förderung fordern. Schulisch gesehen ist ausreichend eine „4“. Das kann doch nun wirklich nicht das Ziel sein. Oder? Aber das ist ein anderer Punkt.

Das die Inklusion jedoch in vielen Bereichen nicht noch mehr gescheitert ist, ist nur aufgrund vieler engagierter Lehrerinnen und Lehrer, welcher  sich wie ein roter Faden durch den Unterrichtsalltag zieht, geschuldet und nur diese halten mit Ihrem Engagement und ihrem Berufsverständnis das System wirklich am laufen. Respekt an alle, die wie der Mann aus La Mancha als Don Quichote gegen Windmühlen kämpfen und ein aufrichtiges Danke schön an eben diese mutigen Alltagskämpfer. 

Und so leben und leiden diese Lehrkräfte in Wirklichkeit im Alltag unter viel zu großen Klassenverbänden, fehlenden Räumlichkeiten, fehlendem Material, fehlenden Förderschullehrern und Förderschulstunden aber auch fehlenden Integrationsassistenzen und und und.

Die Schulen sind in Wirklichkeit also für den gewünschten Inklusionsansatz teilweise nicht ausgestattet oder aber ausreichend unterstützt. Von daher wäre es mehr als sinnvoll gewesen, dass die Gutzmannschule mit Ihrer Verlängerung bis zum Jahr 2028, eben auch Langenhagens Schulen Zeit zum durchatmen und zur Neuaufstellung gegeben hätte.

Doch wie gesagt, all das sind keine wirklichen Argumente gewesen und selbst die Elternvertreter die immer wieder die Einwohnerfragestunde genutzt haben, um schon fast bettelnd und flehend die Verlängerung zu erbeten, wurden nicht gehört und sind auf sich alleine gestellt. Denn eins muss allen Eltern klar sein: Die Probleme haben nachher unsere Kinder und dann damit auch die Eltern und nicht irgendwelche Parteien, die meinen aus ideologischer Sicht zu wissen, was gut für unsere oder besser Ihre Kinder ist.

Aber warum wird deswegen jetzt Langenhagens Schullandschaft veröden?

Gifhorn hat ca. 42.000 Einwohner. Gifhorn hat 2 Hauptschulen, 3 Realschulen, 2 Gymnasien und 2 IGS´en.

Peine hat ca. 50.000 Einwohner. Peine hat 4 gemischte Haupt- und Realschulen, 1 Realschule, 3 Gymnasien, 3 IGS´en und 1 IGS mit gymnasialem Zweig.

Langenhagen hat ca. 56.000 Einwohner, Langenhagen hat 1 Gymnasium, 2 IGS´en,  1 Realschule und die Gutzmannförderschule . ABER ACHTUNG: NOCH. Denn der Rat hat eben gestern mit oben genannten 18 Stimmen beschlossen, neben der Entscheidung zur Gutzmannschule, dass die Realschule in eine IGS umgewandelt werden soll. 

Langenhagen hat dann: 1 Gymnasium und 3 IGS´en.

Nach vielfältiger Schul- und Bildungslandschaft sieht das doch nun nicht wirklich aus. Oder? Und es kommt noch schlimmer. Mit dem Beschluss bedeutet dies auch, schon fast automatisch, dass es in Langenhagen keine Halbtagsschule mehr unter den weiterführenden Schulen geben wird. Eltern, die also eine Halbtagsschule brauchen oder sich für Ihre Kinder wünschen werden in Langenhagen dann nicht mehr fündig. Ganz besonders davon betroffen sein werden, gerade die, mit denen man es doch so gut meinte. Die Inklusionskinder. Es bleibt zu hoffen, dass es nur wenige sind, die eben nicht in der Lage sind einen Ganztagsschulbetrieb zu leisten. Den diese Eltern werden bei dieser unverantwortlichen Schullandschaftsödnis schnell an Ihrer Grenzen stoßen. Aber dann helfen bestimmt die davon auch so überzeugten Parteien gerne weiter. 

Im übrigen gab es auch gestern wieder Elternvertreter im Rat, die sich in der Einwohnerfragestunde, dringend für den Erhalt der Realschule ausgesprochen und eindringlich darum gebeten haben. In der Diskussion des Rates, spielte das dann aber nur für die WAL eine Rolle. Alle anderen waren in der Einwohnerfragestunde aber auch in der Diskussion dazu abgetaucht. SPD, Bündnis 90/ die Grünen, die Linke und die BBL wissen halt was besser für diese Elternvertreter ist.

Letztendlich bleibt es abzuwarten, wie es sich in der Realität entwickelt.  Aber egal was passiert, es kann dann keiner mehr sagen, wir haben das nicht gewusst. Wir, als WAL werden auf jeden Fall dafür eintreten, dass sich schon jetzt absehbare negative Folgen sofern es änderbar ist, in der Zukunft dadurch vermeiden lassen und der Elternwille in den Rat getragen und gehört wird. 

 

 

 

Schulbesichtigungen zeigen erhebliche Defizite auf

Am Donnerstag, den 04. Mai 2017 hatten alle Mitglieder des Rates die Gelegenheit, sich einen ersten Überblick über den Zustand der Langenhagener Schulen zu machen. Nach und nach sollen alle Schulen folgen und als erstes standen die Adolf-Reichwein-Schule, die IGS-Süd Langenhagen und die Robert-Koch-Realschule auf der Agenda.  

Zuerst einen herzlichen Dank an die Schulleiterinnen und Schulleiter, dass diese uns diesen Einblick während des Unterrichtsbetriebs überhaupt ermöglicht haben. Aber nur so wurde auch wirklich deutlich, welche Situationen an unseren Schulen herrschen. Wir sagen auch danke für die Zeit, die man sich genommen hat, um uns wirklich die Probleme aber auch Sorgen und Nöte aufzuzeigen und einen sehr umfangreichen und detaillierten Überblick gegeben hat. Nur so ist es, z.B. mir als Ratsmitglied aber auch unserer Wählergemeinschaft sowie auch allen anderen Vertreterinnen und Vertretern überhaupt möglich, all die notwendigen Entscheidungen über Umbau- oder Neubaumaßnahmen für unsere Schulen richtig zu beurteilen und zu beschließen.  

Erschreckend ist, dass wir schon an diesen 3 Schulen einen erheblichen Nachholbedarf haben. In jede Schule muss massiv investiert oder aber auch neu gedacht, gebaut und abgerissen werden.  Und wer jetzt noch davon redet, dass eine 3. IGS im Zentrum gebaut werden muss, der hat an diesem Tag entweder nicht aufgepasst oder aber ist belehrungsresistent. 

Die Robert-Koch-Schule fällt als möglicher Nachfolger für eine 3. IGS komplett raus. Wo bitte  schön soll da noch gebaut werden? Hier muss man von Anfang ehrlich sein und deutlich sagen, dass man hier niemals eine vernünftige moderne an die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichteten Schule als 3. IGS bauen kann. Ein Weiterbetrieb als Realschule ist aus unserer Sicht möglich, wenn man die notwendigen Umbaumaßnahmen in die Wege leitet. 

Die IGS-Süd Langenhagen leidet ebenfalls unter erheblichen Platzbedarf. Hier muss in den nächsten Jahren massiv investiert werden. Die Klassen sind teilweise wie Schläuche und wenn man dann sieht, wie dort bis zu 30 Kinder in einem ca. 45 m² großen Raum beschult werden, obwohl vom Gesetzgeber mindestens 60 m² vorgesehen sind, dann kann man nur den Kopf schütteln. Und dann kommt ja noch hinzu, dass die Schule als die 2. IGS in Langenhagen immer weiter aufwächst und noch eine Grundschulzweig der Schule angehört. Hier sind massive Kraftanstrengungen notwendig damit schnellstmöglich die Politik die erforderlichen Maßnahmen beschließt und anschiebt. 

Die Adolf-Reichwein-Schule ist baulich aus den sechziger Jahren. Es wurden Bauunterhaltungsmaßnahmen getroffen aber wirkliche Investitionen zur Verbesserung der räumlichen Situation wurden nie durchgeführt. Zwar wurde ein Fahrstuhl für eine Behindertengerechte Beschulung eingebaut aber ansonsten gibt es auch hier viele Maßnahmen zu beschließen. Ein Schulgebäude, welches nur von Links oder Rechts als Zutritt zu den Klassenzimmern genutzt werden kann und die Klassenzimmer ohne einen Flur oder ähnliches verbindet und man nur von Raum zu Raum durch die Klassenzimmer gehen kann, ist nicht mehr zeitgerecht. Brandschutztechnisch scheint dies wohl in Ordnung zu sein, aber im Falle eines Falles haben wir da erhebliche Bauchschmerzen. Was aber wirkliche Probleme bereitet ist die Belüftung der Klassenzimmer. Fenster die ohne Gegenlüftung nur ca. 10 cm geöffnet werden können, weil die Fenster noch aus den 60er Jahren stammen, erzeugen eine Raumluft, die einen Erwachsenen schon zu schaffen machen. Was sollen unsere Kinder erst dazu sagen. Auch ist an dieser Schule z.B. die Turnhalle nicht von der Schule getrennt, so dass Vereine, die die Sporthalle außerhalb der Schulzeiten nutzen, sich im Bereich der Schule bewegen und z.B. die Toiletten benutzen müssen. Vor über 7 Jahren wurde wohl mal beschlossen, dass dieser Bereich der Schule deswegen umgebaut werden soll, passiert ist leider nichts. 

All diese in Kurzform zusammengefassten Punkte zeigen auf, dass wir nicht nur schnellstmöglich endlich die Schullandschaft in Langenhagen neu aufbauen, gestalten aber auch Instand setzen müssen, sondern dass wir endlich massiv investieren müssen, um diese Situationen zu beenden.

Fazit:

Wir werden uns daher nicht nur für schnelle Entscheidungen einsetzen sondern auch eine eine Art Lebens-TÜV für die Schulen fordern, in denen für die Zukunft genau festgelegt ist, welche Maßnahmen in welchem Jahr durchgeführt werden sollen oder müssen. So und nur so kann man es aus unserer Sicht verhindern, dass, wie bisher geschehen, immer dann wenn etwas zur Renovierung aber auch Instandhaltung anstand, etwas anderes viel dringender gemacht werden musste und so jede Schule kontinuierlich in den Maßnahmen immer weiter nach hinten runtergerutscht ist.  Darüber hinaus ist es als Erstmaßnahme zwingend erforderlich dass sich Politik und Verwaltung schnell darüber einig werden, welche Maßnahme mit welcher Priorität in einer Prioritätenliste aufgenommen und dann unverzüglich umgesetzt werden müssen.